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DemokratieWagen rollt ab Oktober durch Frankfurt – zweitägiges Programm zu Demokratie, Krise, Streit und Rassismus

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09.10.2020 13:09

DemokratieWagen rollt ab Oktober durch Frankfurt – zweitägiges Programm zu Demokratie, Krise, Streit und Rassismus

Vorstellung des Projekts DemokratieWagen am 21. Oktober 2020 ab 9 Uhr mit dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann – eine Initiative von mehr als wählen e.V. und weiteren Partner*innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft, darunter auch die HSFK, für mehr Beteiligung und Demokratieförderung.

Am 21. und 22. Oktober 2020 wird erstmals der DemokratieWagen vorgestellt. Der DemokratieWagen ist ein 20 Meter langer Gelenkbus, den der Verein mehr als wählen e.V. gemeinsam mit Künstler*innen des interdisziplinären Ausstellungsprojekts Making Crises Visible zu einem mobilen Erfahrungsraum für Demokratie umgestaltet hat. Er soll in Zukunft verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Verfügung stehen, die sich mit ihren Formaten für Demokratie und Beteiligung engagieren. Die Idee dahinter: Der Bus kommt zu den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort in ihre Stadtteile. Er bricht mit dem herkömmlichen Verständnis, dass Demokratie nur an ausgewählten und „altehrwürdigen” Orten stattfinden kann. Der DemokratieWagen soll zeigen: Demokratie passiert überall. Egal wo man wohnt.

Die öffentliche Vorstellung des DemokratieWagens wird an den zwei Tagen von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. In mehreren Workshops, einer öffentlichen Speakers Corner, der Vorstellung als „StreitBus“ und zwei Podiumsdiskussionen sollen möglichst viele Frankfurter*Innen Gelegenheit haben, mit mehr als wählen e.V. und den beteiligten Kooperationspartnern über die Zukunft der Demokratie (und aktuelle Krisen) ins Gespräch zu kommen. Das Programm sowie weitere zukünftige Projekte realisiert mehr als wählen e.V. in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Teilinstitut Frankfurt an der Goethe-Universität (FGZ), dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF), dem interdisziplinären Ausstellungsprojekt Making Crises Visible (MCV), dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) sowie der Bildungsstätte Anne Frank (BS Anne Frank).

Am 21. Oktober wird der DemokratieWagen ab 9.00 Uhr offiziell von mehr als wählen e.V., vertreten durch Ben Christian und Yannik Roscher, gemeinsam mit OB Peter Feldmann sowie unter Beteiligung von Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ), Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF), Dr. des. Felix Kosok (Kurator des Busses, Making Crises Visible, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK)) Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) und Stadträtin Sylvia Weber (Dezernat Integration und Bildung) eingeweiht.

Ab 14 Uhr stellt Prof. Dr. Nicole Deitelhoff das Format „StreitBus“ des Frankfurter FGZ-Teilinstituts vor. Der DemokratieWagen soll ab Frühjahr 2021 als „StreitBus“ konstruktiven Streit auch individuell erfahrbar zu machen.
Daran schließt sich eine Speakers Corner auf dem Paulsplatz an, bei der zur Leitfrage „Frankfurt streitet: Welche Konflikte und Krisen müssen aktuell zur Sprache gebracht werden – und wie sollen wir damit umgehen?“ in etwa fünfminütigen Kurzbeiträgen Wissenschaftler*innen aus der HSFK und dem FGZ sprechen werden, bei dem aber auch Bürger*innen herzlich dazu eingeladen sind, sich zu der Leitfrage zu äußern.

Am Abend findet ab 20 Uhr in der Paulskirche ein Podiumsgespräch statt, das unter dem Titel „Demokratie und Krise?“ den Blick auf die Herausforderungen der Demokratie im 21. Jahrhundert richtet. Dabei sollen die zwei zentralen Fragen lauten: Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, in der Demokratie als grundsätzlich prozessual und veränderungsbedürftig verstanden wird: als unabgeschlossenes Projekt, das immer wieder erweitert und vertieft werden muss? Und wie kann eine solche Demokratie (besser) mit den vielfältigen, multiplen „Krisen“ umgehen, die aktuell zu beobachten sind? Dazu diskutieren nach einem Grußwort von Stadtrat Mike Josef (Dezernat Planen und Wohnen) und einer key note von Dominik Herold (mehr als wählen e.V.)
Prof. Dr. Rainer Forst (FGZ, Goethe-Universität), Stadträtin Sylvia Weber (Dezernat Integration und Bildung), Mirrianne Mahn (Initiative Schwarze Menschen Deutschland) und Katharina Liesenberg (mehr als wählen e.V.). Für die Abendveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

Die Podiumsveranstaltung am 22. Oktober im stadtRAUMfrankfurt, die bereits um 18.30 Uhr beginnt, dreht sich ganz konkret um Rassismus im Alltag. Wie rassistisch ist unsere demokratische Gesellschaft? Welche Strukturen prägen unser Verhalten? Was kann man dagegen tun? Und wie solidarisieren wir uns mit Opfern rechter Gewalt und rechten Hasses? Diese Fragen diskutieren Dr. des Harpreet Cholia (Initiative 19. Februar Hanau), Eleonore Wiedenroth-Coulybaly (Initiative Schwarze Menschen Deutschland) und Malcolm Ohanwe. Auch hier ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zum DemokratieWagen und dem zweitägigen Programm sowie zur Anmeldung finden Sie unter: www.mehralswaehlen.de/demokratiewagen/

Über „mehr als wählen e.V.”:
mehr als wählen e.V., gegründet 2018, ist eine Initiative von jungen Frankfurter*innen, die der Demokratie neue Impulse geben möchte. Das Team möchte langfristig Räume schaffen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Überzeugungen zusammenkommen und gemeinsam über wichtige Fragen von Gegenwart und Zukunft debattieren. Und das nicht allgemein und abstrakt, sondern konkret: in Frankfurt/Main.

Pressekontakt „mehr als wählen e.V.“:
Yannik Roscher, roscher@mehralswaehlen.de

Pressebereich:
www.mehralswaehlen.de/presse


Anhang

attachment icon Programm zur Vorstellung des DemokratieWagen


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Pädagogik / Bildung, Politik
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


Quelle: IDW