Dringend gesucht – wenig erforscht — Neu an UDE/am UK Essen: Tim Hagenacker

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Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

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24.05.2022 12:44

Dringend gesucht – wenig erforscht — Neu an UDE/am UK Essen: Tim Hagenacker

Für seltene neurologische Erkrankungen mangelt es oft an Therapien. „Sie kommen zwar nicht häufig vor. In der Summe sind es aber viele Menschen, die teilweise Jahrzehnte keine Erklärung für ihre Symptome haben“, sagt Dr. Tim Hagenacker. Der neue Professor für Seltene Neurologische Erkrankungen an der Fakultät für Medizin der Universität Duisburg-Essen (UDE) erforscht am Universitätsklinikum Essen (UK Essen), wie seltene neuromuskuläre Krankheiten entstehen und am besten behandelt werden können.

Weltweit gibt es 6.000 bis 8.000 seltene Erkrankungen, in Deutschland sind davon um die vier Millionen Menschen betroffen. An einer seltenen neurologischen Erkrankung wie Epilepsie, Ataxie oder Spastischen Spinalparalysen leiden bis zu 200.000.

„Viele der seltenen neuromuskulären Erkrankungen sind entweder genetisch bedingt oder werden vom Immunsystem verursacht“, erklärt Professor Hagenacker. Zu den von ihm untersuchten Krankheiten gehören unter anderem die spinale Muskelatrophie (SMA), Muskeldystrophie (Muskelschwund) und Myasthenia gravis. „Genetisch bedingte Erkrankungen wie SMA werden dabei mit neuartigen Wirkstoffen behandelt, die hier erstmal klinisch angewandt werden, wie Antisense-Oligonukleotide.“ Die medikamentöse Behandlung entwickele sich rasant weiter und sei hoch effektiv. „Wir können das Ablesen der Gene medikamentös beeinflussen oder sogar verlorene Gene teilweise wiederherstellen – sprich: die Erkrankung an ihrer Wurzel packen. Das ist nicht bei allen Erkrankungen möglich. Die Forschung steht zwar noch am Anfang, es ist aber ein wirklicher Durchbruch“, freut sich der 40-Jährige.

Tim Hagenacker studierte Medizin (2001-2007) an der UDE und am UK Essen und wurde 2008 Arzt in der Klinik für Neurologie in Essen. Nach ausgezeichneter Promotion (2009) ließ sich der gebürtige Oberhausener 2013 zum Facharzt für Neurologie ausbilden. Seit 2016 ist er zudem Spezieller Schmerztherapeut, Intensivmediziner und leitet die Neuromuskuläre Ambulanz am UK Essen. Seine Forschung wurde mehrfach ausgezeichnet.

Für die Redaktion:
Ein Foto von Prof. Dr. Tim Hagenacker (Foto: UDE/Frank Preuß) stellen wir Ihnen für die Berichterstattung unter folgendem Link zur Verfügung:
https://www.uni-due.de/imperia/md/images/pool-ps/downloads/2022-05-24_hagenacker…

Weitere Informationen:
Prof. Dr. med. Tim Hagenacker, Klinik für Neurologie, Tel. 0201/723-84877, tim.hagenacker@uk-essen,de

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37 9-1487, alexandra.niessen@uni-due.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Kulturwissenschaften, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
Deutsch


Quelle: IDW