Wie Zugewanderte in Deutschland wohnen – ILS-TRENDS wirft kritischen Blick auf den deutschen Wohnungsmarkt

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Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

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15.06.2022 10:08

Wie Zugewanderte in Deutschland wohnen – ILS-TRENDS wirft kritischen Blick auf den deutschen Wohnungsmarkt

Schlechtere Wohnlage, weniger Quadratmeter, höhere Mieten: Menschen mit Migrationshintergrund wohnen oft schlechter als Menschen ohne Migrationshintergrund. Die aktuelle Ausgabe ILS-TRENDS „Migration und Wohnen – ein kritischer Blick auf den Wohnungsmarkt“ von Simon Liebig, Miriam Neßler, Dr. Heike Hanhörster und Ralf Zimmer-Hegmann fragt nach Gründen dafür und beleuchtet Phänomene und Mechanismen wohnraumbezogener Ungleichheiten.

Zunehmend angespannte Wohnungsmärkte in deutschen Städten und ein Abschmelzen der Sozialwohnungsbestände erschweren ressourcenschwachen Haushalten die Wohnungssuche. „Menschen mit Migrationshintergrund sind besonders betroffen, denn gerade bezahlbare Single-Wohnungen und Wohnraum für Familien mit fünf oder mehr Personen fehlen“, erläutert ILS-Wissenschaftlerin Miriam Neßler. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist die Suche aber nicht nur aufgrund des knappen Angebots schwer. „Die Versorgungsengpässe, vor allem bei günstigen Wohnungen, erzeugen in vielen deutschen Städten ein Umfeld, in dem Raum für Benachteiligungen entsteht“, erläutert ILS-Wissenschaftler Simon Liebig. „Auch die Belegungspraktiken von Wohnungsanbietern erschweren Menschen mit Migrationshintergrund die Suche.“

Die Autor*innen zeigen aber auch Potenziale und mögliche Ansatzpunkte für eine gerechtere Wohnraumversorgung auf. „Für ein besseres Angebot sind verstärkte Investitionen in den sozialen Wohnungsbau, umbau- und umzugsfördernde Maßnahmen und ein Abbau der Diskriminierungen bei der Wohnungsvergabe notwendig“, so Liebig. In den vergangenen Jahren wird zunehmend auch die Bedeutung migrationsgeprägter Viertel, sogenannter Ankunftsquartiere, diskutiert. „Die Integrationsleistung, die dort Tag für Tag erbracht wird, wird inzwischen auch von der Politik erkannt. Soziale Infrastrukturen dort müssen so gestaltet sein, dass sie für Neuzugewanderte wie Alteingesessene gleichermaßen offen sind“, so Neßler.

Das Autorenteam hat für das aktuelle Heft Ergebnisse aus verschiedenen ILS-Projekten zum Thema „Migration und Wohnen“ gebündelt und aufbereitet. Die Ausgabe ist jetzt online: https://t1p.de/7ktms


Weitere Informationen:

http://t1p.de/7ktms ILS-TRENDS zum Download


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW