Nachhaltige Anlagen von Privatbanken werden fast zum Standard

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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16.06.2022 11:35

Nachhaltige Anlagen von Privatbanken werden fast zum Standard

Zwanzig europäische Privatbanken begegnen steigenden Kundenanforderungen, neuen Vorschriften und dem Druck von Interessengruppen unter anderem mit besser qualifizierten Beratungsteams. Die Herausforderung, nachhaltig zu investieren, meistern sie jedoch mit unterschiedlichem Erfolg, wie eine neue Studie der Universität Zürich zeigt.

Welche Möglichkeiten gibt es, um bei Privatbanken sein Geld nachhaltig anzulegen? Das Center for Sustainable Finance and Private Wealth (CSP) der Universität Zürich (UZH) hat in Zusammen-arbeit mit dem Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC Schweiz einen neuen Be-richt dazu veröffentlicht. Es ist bereits die vierte Veröffentlichung, die sich mit dieser Thematik befasst. Untersucht wurden 20 Geldinstitute – von der UBS, Credit Suisse, Deutschen Bank oder Danske Bank bis zum europäischen nachhaltigen Institut Triodos und der Schweizer Globalance. Unter die Lupe genommen wurden dabei Aspekte wie Nachhaltigkeitsstrategie, -steuerung und -risiko, Angebot und Tiefe nachhaltiger Anlageprodukte sowie Kundeninteraktion und Berichter-stattung.

Verwaltetes nachhaltiges Anlagevermögen fast verdoppelt

Der Bericht «Sustainable Investing Capabilities of Private Banks 2022» stellt fest, dass sich die Wachstumsrate des verwalteten nachhaltigen Anlagevermögens seit 2019 fast verdoppelt hat und von rund 16 Prozent auf 28 Prozent gestiegen ist. Mehrere Banken, darunter auch die UBS seit 2021, haben nachhaltige Anlagen als bevorzugte Lösung für ihre Privatkunden eingeführt und begründen dies mit einer vergleichbaren oder besseren Performance und einer globalen Diversifizierung. «Der Anteil des mit nachhaltigen Ansätzen verwalteten Vermögens ist deutlich gestiegen und hat ‹nachhaltiges Investieren› zu einem Thema gemacht, das nicht mehr ignoriert werden kann – weder von einer Bank noch von Regulierungsbehörden oder Anlegern», sagt Andrew Douglas, Institutional Programs Manager des CSP.

Mehr Berater geschult, aber es fehlt an Tiefe

Im Bereich der Ausbildung sind gegenüber früher ebenfalls Verbesserungen zu verzeichnen. Die Hälfte der befragten Banken gab an, dass 80 bis 100 Prozent ihres Beratungspersonals qualifi-ziert seien, um die Kunden kompetent mit nachhaltigen Anlagemöglichkeiten zu beraten. Das ist ein grosser Sprung im Vergleich zu 2019 und zeugt vom Bemühen der Banken, ihre Mitarbeiten-den in nachhaltigem Investment zu schulen. «Dennoch sehen wir nach wie vor Schwierigkeiten. Die Kundenberaterinnen und -berater brauchen eine kontinuierliche, vertiefte Ausbildung, um sich zu selbstbewussten Sparringspartnern für immer anspruchsvollere Kunden zu entwickeln», erklärt Mitautor Douglas.

Greenwashing steigt mit mehr nachhaltigen Anlageprodukten

Die Regulierungsbehörden haben die Trends bei nachhaltigen Anlagen beobachtet und festge-stellt, dass viele der Behauptungen über nachhaltige Anlageprodukte, insbesondere in Bezug auf ihre Auswirkungen und Nachhaltigkeit, irreführend sind. Fälle von «Greenwashing» und «Im-pactwashing» sind aufgetaucht, wie jüngst bei einer deutschen Fondsgesellschaft, die zu polizei-lichen Untersuchungen führten. «Neue Regulierungen wie die EU-Taxonomie lassen hoffen, dass gegen falsche Behauptungen vorgegangen werden kann. «Dennoch sollten die Kunden sollten kritischer denn je sein und externe Beratung in Anspruch nehmen, um sich bei den nachhaltigen Investitionen zurechtzufinden. Impact-Investing auf privaten Märkten und aktive Eigentumsansät-ze etwa wecken grosse Hoffnungen, die nachhaltige Wirkung von Privatanlagen zu steigern, sind aber noch relativ unterrepräsentiert», so Douglas.

Regulierungen sind eine Herausforderung für Privatbanken

Regulierungen wie die 2020 in Kraft getretene EU-Taxonomie sind ebenfalls eine gute Entwick-lung. Das Klassifizierungssystem legt eine Liste ökologisch nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten fest. Gleichzeitig stellt diese Regulierung aber auch eine grosse Herausforderung dar: Ob die Finan-zinstitute die neuen Vorschriften und Leitlinien wirksam umsetzen können, hängt in hohem Masse vom Zugang zu hochwertigen Daten ab, die jedoch nicht immer verfügbar sind.

Orientierungshilfe für Privatanleger angesichts rascher Entwicklungen
Die Private-Banking-Berichte der UZH wurden 2017 lanciert und haben den Finanzsektor in die-sem Bereich seither spürbar beeinflusst. Für die vierte Ausgabe hat das CSP nun mit PwC Schweiz zusammengearbeitet. Die im Bericht bewerteten 20 Bankenprofile bieten anderen Fi-nanzinstituten die Möglichkeit, sich mit dem Branchen-Benchmark zu vergleichen und Verbesse-rungspotenzial zu erkennen. Gleichzeitig ermöglicht der Bericht interessierten Kunden, das aktu-elle Angebot eines Geldinstituts bei den nachhaltigen Investitionen zu beurteilen.

«Die Regulierung war eine treibende Kraft für die Bereitschaft der Banken, nachhaltige Anlagelö-sungen anzubieten und zu verbessern. Dieser Bericht bietet Privatanlegern und Privatbanken eine Orientierungshilfe in der sich rasch entwickelnden, nachhaltigen Finanzwirtschaft», fasst Antonios Koumbarakis, Mitautor und Leiter Nachhaltigkeit und strategische Regulierung bei PwC Schweiz, zusammen.

Journalisten sind herzlich eingeladen, an den Online-Einführungsveranstaltungen (in englischer Sprache) teilzunehmen:
Zoom: Donnerstag, 16. Juni 2022 – 13:00-13:30 MEZ – Anmelden (https://uzh.zoom.us/meeting/register/u5Mpd-mqqDspH9SGQYQxf2-aqA4n-RM5g-yE) oder 16:00-16:30 MEZ – Anmelden (https://uzh.zoom.us/meeting/register/u5Mrd-uqqTIrHtZWv1RX4O9IJOtptFvmjnT8)

Literatur:
Andrew Douglas, Antonios Koumbarakis. Nachhaltige Anlagemöglichkeiten von Privatbanken. 16. Juni 2022.

Zentrum für nachhaltige Finanzen und privates Vermögen (CSP) Zürich

Das Center for Sustainable Finance and Private Wealth (CSP) ist eine Forschungs- und Lehreinheit am Departement für Banking and Finance der UZH. Das CSP betreibt multidiszip-linäre Forschung, um grundlegende Fragen und aktuelle Dynamiken im Bereich der nachhal-tigen Finanzwirtschaft zu untersuchen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen das Verständnis des nachhaltigen Finanzwesens innerhalb des Privatvermögens verbessern. Das Ziel ist es, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. www.csp.uzh.ch


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Andrew Douglas, CFA,
Center for Sustainable Finance and Private Wealth (CSP)
University of Zurich
Phone: +41 79 295 97 51
E-Mail: andrew.douglas@bf.uzh.ch

PwC Switzerland
Dr. Antonios Koumbarakis,
Head Sustainability & Strategic Regulatory
PwC Switzerland
Phone: +41 79 267 84 89
E-mail: antonios.koumbarakis@pwc.ch.ch,


Originalpublikation:

https://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2022/Banking-Report.html


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW