Pro­ges­te­ron­hem­mer kann Brust­krebs­ri­siko redu­zie­ren

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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17.06.2022 09:41

Pro­ges­te­ron­hem­mer kann Brust­krebs­ri­siko redu­zie­ren

Ein Team um Martin Widschwendter, Professor für Krebsprävention und Screening an der Universität Innsbruck, konnte im Rahmen einer Studie zeigen, wie das Risiko für aggressive Brustkrebserkrankungen bei BRCA-Mutationsträgerinnen ohne chirurgische Eingriffe minimiert werden könnte. Die Arbeit wurde im Fachmagazin Genome Medicine veröffentlicht.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, hängt zum Teil von genetischen Faktoren ab: Frauen mit vererbten Mutationen in den BRCA1- oder BRCA2-Genen weisen ein erhöhtes Risiko für aggressiven Brustkrebs auf. Viele Trägerinnen dieser Mutationen – so auch die Schauspielerin Angelina Jolie, die ihre Brustamputation öffentlich thematisierte – entscheiden sich bereits in jungen Jahren für die vorbeugende chirurgische Entfernung ihres noch gesunden Brustgewebes. Das Team um Martin Widschwendter, seit März 2020 Professor für Krebsprävention und Screening an der Universität Innsbruck und Leiter des vom Land Tirol gegründeten und in Kooperation mit der Uni Innsbruck und den Tirol Kliniken umgesetzten Instituts für Prävention und Screening (EUTOPS), hat nun erstmalig im Rahmen einer Studie die Möglichkeit einer medikamentösen Risikoreduktion ohne chirurgischen Eingriff nachgewiesen. Der Nachweis erfolgte über sogenannte epigenetische Methoden, welche auch in Zukunft zur individuellen Risikoüberwachung dienen könnte

Progesteronhemmer

„Unsere Forschungen haben gezeigt, dass Östrogen- und Progesteronspiegel bei BRCA1/2-Mutationsträgerinnen im Vergleich zu Frauen ohne diese Mutationen während des Menstruationszyklus erhöht sind“, erklärt Martin Widschwendter. Erhöhte Progesteronspiegel tragen zu einem höheren Brustkrebsrisiko bei. Das legte den Ansatz nahe, dass eine gezielte Beeinflussung des Progesteronspiegels das Krebsrisiko verringern könnte. „Progesteron führt zur vermehrten Teilung sogenannter Vorläuferzellen im Brustgewebe und lässt diese schneller altern. Ein vermehrter Anteil dieser häufig geteilten und gealterten Vorläuferzellen erhöht das Risiko für die Entstehung von Brustkrebs erheblich“, erläutert Widschwendter.

Epigenetisches Monitoring

Wissenschaftler*innen um den Onkologen haben eine neue epigenetische Methode entwickelt, mit der sie den Anteil dieser häufig geteilten Vorläuferzellen bestimmen und so das Brustkrebsrisiko abschätzen können. Der neue „WID-Breast 29 Index“ untersucht DNA-Methylierung in 29 Regionen unseres Genoms. Je häufiger sich Vorläuferzellen teilen, umso höher wird das Ausmaß der Methylierung in diesen Regionen – und kann im Labor einfach gemessen werden.

„Im Brustgewebe von Brustkrebspatientinnen zeigte sich dieser Index deutlich erhöht“, erklärt Martin Widschwendter. In der vorliegenden, im Fachmagazin Genome Medicine publizierten Arbeit konnten die Wissenschaftler*innen nun anhand des WID-Breast 29 Index zeigen, dass der Progesteronhemmer Mifepriston den Anteil der alten und damit gefährlichen Vorläuferzellen in der Brust von BRCA–Mutationsträgerinnen verringert und dementsprechend sehr wahrscheinlich das Krebsrisiko senkt.

„Unsere Studienergebnisse weisen darauf hin, dass eine individuelle epigenetische Risikoüberwachung unter Verwendung des WID-Breast 29 Index uns helfen könnte zu verstehen, ob einfache Strategien – wie die Einnahme von Mifepriston – das persönliche Krebsrisiko ausreichend verringern können oder ob chirurgische Maßnahmen angezeigt sind“, erklärt Martin Widschwendter.

Die Forschungsarbeiten wurden vom europäischen Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 und dem European Research Council gefördert und maßgeblich von der Britischen Wohltätigkeitsorganisation The Eve Appeal und dem Land Tirol unterstützt.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Univ.-Prof. Dr. Martin Widschwendter
Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung
Universität Innsbruck
E-Mail: martin.widschwendter@uibk.ac.at
Web: eutops.at


Originalpublikation:

„Antiprogestins reduce epigenetic feld cancerization in breast tissue of young healthy women“, Thomas E. Bartlett , Iona Evans , Allison Jones, James E. Barrett, Shaun Haran, Daniel Reisel, Kiriaki Papaikonomou, Louise Jones, Chiara Herzog, Nora Pashayan, Bruno M. Simões, Robert B. Clarke, D. Gareth Evans, Talayeh S. Ghezelayagh, Sakthivignesh Ponandai‑Srinivasan, Nageswara R. Boggavarapu, Parameswaran G. Lalitkumar, Sacha J. Howell, Rosa Ana Risques, Angelique Flöter Rådestad, Louis Dubeau, Kristina Gemzell‑Danielsson and Martin Widschwendter, Genome Medicine 2022
DOI: 10.1186/s13073-022-01063-5


Weitere Informationen:

https://eutops.at/news/featured/publikation-wid-breast29


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW