Arbeiten am demokratischen Rechtsstaat, nicht am Abgrund. Eine soziologische Bestandsaufnahme der Justiz

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Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
Unter Vermeidung fast aller Formeln ist ein allgemeinverständliches abgerundetes Sachbuch entstanden, das seinen Finger auf die offenen Wunden der Wissenschaft legt und überraschende Lösungen auch für die „letzten Dinge“ bereithält.

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07.12.2020 10:01

Arbeiten am demokratischen Rechtsstaat, nicht am Abgrund. Eine soziologische Bestandsaufnahme der Justiz

Das SOFI nimmt Stellung zur jüngsten Berichterstattung über die Justiz. Die Ergebnisse aus drei Jahren SOFI-Forschung in den Staatsanwaltschaften und Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Niedersachsen zeigen, dass sich in den Gerichten und Staatsanwaltschaften nicht nur das Selbstverständnis und eigene Ansprüche an die Kommunikation mit der Öffentlichkeit verändert haben. Die Justiz sieht sich bemerkenswert stark in der Verantwortung für Gesellschaftsgestaltung und sozialen Zusammenhalt.

Wie bewerten Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte ihre eigene Arbeitssituation? Und wie nehmen sie das Vertrauen der Öffentlichkeit in ihre Arbeit wahr – in Rechtsprechung und Strafverfolgung? Eine aktuelle Bestandsaufnahme dieser Fragen war ein zentrales Ziel des SOFI-Projekts „Die Hüter von Recht und Ordnung? Generationenwandel und institutionelle Kultur in der Rechtsprechung“. Die Grundlage der SOFI-Studie von Birgit Apitzsch und Berthold Vogel bilden 85 leitfadengestützte Interviews, 12 Gruppendiskussionen und eine standardisierte Onlinebefragung von 483 Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten sowie Proberichterinnen und Proberichtern in Niedersachsen.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit. Deutlich thematisiert wird aber auch die starke Arbeitsbelastung, die teils angespannte Personalsituation sowie die oftmals unzureichende räumliche und technische Ausstattung, verbunden mit der Sorge um die Nachwuchsgewinnung. Bemerkenswert waren zudem die Ansprüche, die aus der Richter- und Staatsanwaltschaft − über erwartbare Attribute wie Entscheidungsfreude, Unabhängigkeit, juristische Fachkenntnisse und Gerechtigkeitssinn hinaus − an die eigene Arbeit gestellt werden: Stärker als in früheren Justizstudien kam zum Ausdruck, dass sich Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sehen, sowie für die nachvollziehbare Kommunikation ihrer Entscheidungen, und damit für das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Das SOFI-Papier steht als kostenfreier Download auf der SOFI-Webseite zur Verfügung:

www.sofi.uni-goettingen.de

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Birgit Apitzsch
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
Tel.: +49 551 52205-23
E-Mail: birgit.apitzsch@sofi.uni-goettingen.de

Prof. Dr. Berthold Vogel
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
Tel.: +49 551 52205-0
E-Mail: berthold.vogel@sofi.uni-goettingen.de

Dr. Jennifer Villarama
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
Tel.: +49 551 52205-19
E-Mail: kommunikation@sofi.uni-goettingen.de

www.sofi.uni-goettingen.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Birgit Apitzsch
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
Tel.: +49 551 52205-23
E-Mail: birgit.apitzsch@sofi.uni-goettingen.de

Prof. Dr. Berthold Vogel
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) e.V.
Tel.: +49 551 52205-0
E-Mail: berthold.vogel@sofi.uni-goettingen.de


Originalpublikation:

Apitzsch, Birgit; Vogel, Berthold: Arbeiten am demokratischen Rechtsstaat, nicht am Abgrund. Eine soziologische Bestandsaufnahme der Justiz. Göttingen: Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI).


Weitere Informationen:

http://www.sofi.uni-goettingen.de


Anhang

attachment icon Apitzsch, Birgit; Vogel, Berthold: Arbeiten am demokratischen Rechtsstaat, nicht am Abgrund. Eine soziologische Bestandsaufnahme der Justiz


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Politik, Recht
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


Quelle: IDW