Auf der Spur der Listerien

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Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

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11.11.2020 15:01

Auf der Spur der Listerien

BfR-Symposium diskutiert online darüber, wie Lebensmittel noch sicherer gemacht und Verbraucherinnen und Verbraucher besser geschützt werden können

Käse, Räucherfisch, Fleisch und Wurst sowie Obst und Gemüse gehören zu jenen Lebensmitteln, über die sich Menschen mit Listerien anstecken können. Während die meisten Personen eine Infektion gut überstehen, können Immungeschwächte und Ältere schwer erkranken oder sogar an der Listeriose sterben. Rückrufe von Lebensmitteln, steigende Infektionszahlen über viele Jahre und langanhaltende Ausbrüche machen die Belastung von Lebensmitteln durch Listerien zu einer wachsenden Herausforderung für den Verbraucherschutz. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) richtet daher vom 16. bis 17. November 2020 ein Online-Symposium aus, in dem der Schutz vor Listerien im Mittelpunkt stehen wird. „Neuartige Methoden wie die Erbgutanalyse mit Next Generation Sequencing ermöglichen es heute, Erreger bis zur Quelle zurückzuverfolgen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Damit ist es möglich, schneller und präziser als bisher mit Listerien belastete Produkte als Ausbruchsvehikel zu identifizieren. Dies wird zukünftig Leben retten.“

Link zur Veranstaltung:

https://www.bfr-akademie.de/index.php/deutsch/listeria2020.html

Die Listeriose wird durch das Bakterium Listeria monocytogenes ausgelöst. Es kann auch unter Sauerstoffabschluss wachsen, widersteht Kälte und vermehrt sich sogar noch im Kühlschrank. Zudem können auch Säure und Salz dem Keim wenig anhaben. Listerien finden sich überall in der Umwelt, etwa im Boden und im Abwasser. Über verunreinigte Lebensmittel können sie in den Menschen gelangen. Infektionen von gesunden Personen verlaufen meist mild und gehen mit einer fiebrigen Magen-Darm-Entzündung einher. In schweren Fällen kann es bei Immungeschwächten und Älteren zu Sepsis („Blutvergiftung“) sowie zu Hirnhaut- und Gehirnentzündungen und bei Schwangeren zu Fehlgeburten kommen.

Im BfR-Symposium sollen die Kontrollstrategien für Listeria monocytogenes entlang der Lebensmittelkette aus Sicht von Wissenschaft, Politik und Praxis kritisch hinterfragt und neue Ansätze zur Risikoerkennung und -verringerung diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie an Nichtregierungsorganisationen und die Medien.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch


Quelle: IDW