Ausgezeichnet: Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht von der TU München erhält den Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2020

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Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

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17.09.2020 23:48

Ausgezeichnet: Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht von der TU München erhält den Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2020

Im Einsatz bei Antibiotika-Resistenzen: Der Durchbruch zur Anwendungsreife eines innovativen Verfahrens zur Erzeugung und Gewinnung spezifischer Antikörper aus Milch gelang Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht bei den Forschungsarbeiten für seine Dissertation, die auf einem IGF-Projekt des FEI beruht: Für seine herausragende Arbeit wird Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht von der TU München mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2020 des FEI ausgezeichnet.

Antibiotika sind in der mo­der­nen Medizin un­ver­zichtbar – doch immer mehr Erreger werden gegen die Wirk­stoffe resistent. Im Rahmen mehrerer über den FEI geförderter Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem spezifische Antikörper aus Milch immunisierter Kühe erzeugt und gewonnen werden, die u.a. bei Antibiotika-Resistenzen eingesetzt werden können.

Der Durchbruch zur Anwendungsreife des innovativen Verfahrens gelang Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht bei den Forschungsarbeiten für seine Dissertation, die ebenfalls auf einem IGF-Projekt des FEI beruht: Für seine herausragende Arbeit wird Dr. Hans-Jürgen Heidebrecht von der Technischen Universität München mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2020 des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgezeichnet.

Mit seiner Dissertation, bei der er von Prof. Dr. Ulrich Kulozik betreut wurde, gelang es dem Nachwuchswissenschaftler, die technologischen Voraussetzungen für die Entwicklung von Medikamenten auf Milchbasis zu schaffen: Bei dem Verfahren werden zunächst Kühe mit inaktivierten menschlichen Krankheitserregern immunisiert. Sie bilden daraufhin erregerspezifische Antikörper, die in die Milch übergehen. Mittels eines neuen Mikrofiltrationskonzeptes ist es sodann möglich, die spezifischen Antikörper aus der Milch abzutrennen und soweit anzureichern, dass sie als Ersatz für Antibiotika und für weitere medizinische Zwecke eingesetzt werden können. Als Pilotanwendung wurde ein Produkt zur Behandlung von Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) hergestellt und dessen Effektivität im Tiermodell verifiziert. Clostridium difficile ist einer der häufigsten sogenannten Krankenhauskeime; die Darmentzündung CDI endet oft tödlich.

Weitere mögliche Anwendungen sind die Behandlung von anderen Magen-Darm-Erkrankungen, von Karies oder bakteriellen Hauterkrankungen. Darüber hinaus wurde ein sprühbares Hauttherapeutikum mit isolierten Antikörpern gegen Staphylococcus aureus entwickelt; für dessen Vermarktung und die weiterführenden Studien ist Heidebrecht Mitbegründer des Start-up Doderm GmbH.

Unbedingt vormerken: Am 15. Oktober 2020 um 11 Uhr wird Heidebrecht im Rahmen eines Web-Vortrags aus der Vortragsreihe „FEI-Highlights 2020“ auch über seine Forschungsarbeiten berichten. Anmeldungen zu dem spannenden Vortrag sind über www.fei-bonn.de/va-web-vortrag-heidebrecht kostenlos möglich.

Die offizielle Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Friedrich-Meuser-Forschungspreises 2020 musste aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben werden; sie erfolgt nun im Rahmen der FEI-Jahrestagung am 9. September 2021 in Freising.

Auch im nächsten Jahr wird die Auszeichnung, die nach Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser, dem langjährigen früheren Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI, benannt ist, wieder vergeben werden: Die Ausschreibung für den Friedrich-Meuser-Forschungspreis erfolgt im Frühjahr 2021. Es können Dissertationsschriften eingereicht werden, die im Rahmen eines abgeschlossenen Promotionsverfahrens entstanden sind und deren Veröffentlichung maximal zwei Jahre zurückliegt. Die Forschungsarbeiten müssen zu wesentlichen Teilen im Kontext eines vom FEI geförderten IGF-Projekts entstanden sein und sind thematisch nicht eingegrenzt.


Weitere Informationen:

http://www.fei-bonn.de/va-web-vortrag-heidebrecht – zur Anmeldung des Vortrags am 15.10.20
http://www.fei-bonn.de/pm-20200917-meuser-forschungspreis-heidebrecht – zur Presseinfo auf der FEI-Website


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch


Quelle: IDW