Auswirkungen von Corona durch die KI-Brille betrachtet

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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10.03.2021 13:22

Auswirkungen von Corona durch die KI-Brille betrachtet

Langzeitstudie des Fraunhofer IAO deckt Auswirkungen von COVID-19 auf psychisches Wohlbefinden auf

In der deutschlandweiten Online-Umfrage WIBCE hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Uniklinikum Dresden und dem Unternehmen seracom GmbH mithilfe von KI-Algorithmen die Langzeitwirkungen der Corona-Pandemie untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass jüngere Menschen trotz einem objektiv eher geringem gesundheitlichem Risiko psychisch stärker belastet sind als Ältere.

Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Isolation: der Alltag in der Corona-Pandemie hat unvermeidliche Auswirkungen auf die Menschen und ihr soziales Leben. Eine gesunde Psyche ist ein wichtiger Schutzfaktor, der auch das Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen kann. Vor diesem Hintergrund haben das Uniklinikum Dresden, die seracom GmbH und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Online-Befragung durchgeführt, um gesundheitsbezogene, soziale, verhaltensbezogene und psychologische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu untersuchen.

Studie erhebt Langzeitwirkungen auf psychisches Wohlbefinden
Ziel der Studie war es, mit Hilfe von KI-Algorithmen Langzeitentwicklungen zu identifizieren. Die 275 Befragten nahmen daher mehrmals über den Zeitraum von April bis August 2020 an der Umfrage teil. Somit kann untersucht werden, ob es spezielle Personengruppen gibt, die unter der Corona-Pandemie nicht nur augenblicklich (wie bei einer einmaligen Bestandsaufnahme), sondern kontinuierlich besonders leiden. Die Antworten der Teilnehmenden haben die Forschenden mit Machine-Learning-Algorithmen unter die Lupe genommen und konnten so bisher unsichtbare Zusammenhänge sichtbar machen. »Nur dank unserer KI-Methodik war es uns möglich, solch großen Datenmengen mit überschaubarem Aufwand auszuwerten« betont Doris Janssen, Projektleiterin am Fraunhofer IAO. Ihre Kollegin Katharina Lingelbach ergänzt: »Das Projekt war für uns eine sehr gute Chance, anhand solcher Echtdaten die Methodik ausprobieren zu können.«

KI-Algorithmen machen zwei Personengruppen sichtbar: die Resilienten und die Besorgten
Die Ergebnisse waren teilweise überraschend und haben zwei grundlegend verschiedene Cluster innerhalb der Teilnehmenden offengelegt: Das Cluster »Unbeschwert« ist stabil resilient und geht sehr relaxt mit der Corona-Pandemie um. Die psychische Belastung dieses Clusters war im Schnitt sehr nahe an den Referenzwerten vor der Coronazeit. Das heißt, diese Personen machen psychisch einen resilienten, stabilen Eindruck. Zu diesem Cluster gehören ca. zwei Drittel der untersuchten Personen. Das Cluster »Besorgt« umfasst das verbleibende Drittel der Untersuchten und ist auch ohne eine Erkrankung stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die psychische Belastung ist bei dieser Personengruppe höher und liegt deutlich über den Referenzwerten der Vor-Coronazeit. Diese Bevölkerungsgruppe geht also ängstlicher und niedergeschlagener an die Situation heran.

Datenauswertung mit Machine-Learning-Methoden als Entscheidungshilfe
Die Studie hat deutlich gemacht, dass gerade jüngere Menschen mit eher geringerem Einkommen durch die Corona-Pandemie von vergleichsweise großen Sorgen geplagt sind – und das, obwohl sie objektiv einem relativ geringen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind. Es ist daher auch gesellschaftlich eine wichtige Aufgabe, die Sorgen und Bedenken dieser Bevölkerungsgruppe ernst zu nehmen und zu adressieren. Die WIBCE-Studie ist ein wichtiger Gradmesser für Entscheidungstragende aus der Politik. Die Machine-Learning-Methoden helfen dabei zu erkennen, welche Personen besondere Unterstützung benötigen. Eine individuelle Reaktion auf das persönliche psychische Wohlbefinden könnte gerade chronisch kranken Menschen dabei helfen, auch während Zeiten ohne persönliche Kontaktmöglichkeit zur medizinischen Therapie angemessene Unterstützung zu erhalten.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Juliane Segedi
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Fraunhofer IAO
Nobelstr. 12
70569 Stuttgart

Telefon +49 711 970-2343
juliane.segedi@iao.fraunhofer.de


Originalpublikation:

Lingelbach, Katharina; Janssen, Doris et al.: Gesellschaftliche und psychologische Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in Deutschland, Stuttgart: Fraunhofer IAO, 2021.
http://publica.fraunhofer.de/starweb/servlet.starweb?path=urn.web&search=urn…


Weitere Informationen:

https://www.iao.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/aktuelles/auswirkungen-von-co…
https://wibce.org/survey/start
https://www.fraunhofer.de/de/forschung/aktuelles-aus-der-forschung/fraunhofer-vs…


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Gesellschaft, Informationstechnik
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


Quelle: IDW