Damit Jugendliche sicher Fahrrad fahren

Literature advertisement

Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

Hier geht es weiter …



Teilen: 

13.08.2020 09:28

Damit Jugendliche sicher Fahrrad fahren

Sportwissenschaftliche Studie: Geschicklichkeitsübungen helfen, Gefahren im Straßenverkehr besser zu erkennen.

Kinder und Jugendliche sollen künftig im Straßenverkehr mit größerer Sicherheit Fahrrad fahren – das ist das Ziel des Forschungsprojektes „Vorschulische und schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung / Radfahrprojekt für die Sekundarstufe I“. Prof. Dr. Stefan Voll, Leiter der Forschungsstelle für Angewandte Sportwissenschaften (FfAS) der Universität Bamberg, hat das Projekt, das im März 2019 begann, mit seinem Mitarbeiterteam abgeschlossen. „Wir konnten nachweisen, dass Schülerinnen und Schüler Gefahrensituationen im Straßenverkehr schneller erkennen und umsichtiger fahren, wenn sie regelmäßig Geschicklichkeitsübungen durchführen“, so fasst Stefan Voll die Ergebnisse zusammen.

Hohe Unfallzahlen von Kindern ab 10 Jahren

Nach der Radfahrausbildung in der vierten Grundschulklasse nutzen viele Kinder ihr Fahrrad häufiger in der Freizeit oder für den Schulweg. Dadurch steigen auch die Risiken: Im Jahr 2018 verunglückten laut dem Statistischen Bundesamt 7.701 der 10- bis 14-Jährigen beim Radfahren. Wegen dieser hohen Unfallzahlen handelte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Es legte dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) nahe, ein Forschungsprojekt zu entwickeln, um Folgendes herauszufinden: Inwiefern können neurologisch ausgerichtete Übungs- und Trainingsformen dazu beitragen, die Verkehrssicherheit bei 10- bis 14-jährigen Radfahrerinnen und Radfahrern zu erhöhen?

Bundesweit wurde von der GdV das entsprechende Forschungsprojekt ausgeschrieben. Der Projektauftrag verbunden mit einem Zuschlag von 35.000 Euro erging an Stefan Voll von der Universität Bamberg. Er führte die wissenschaftlichen Testreihen gemeinsam mit Larissa Moritzer, die für die administrative und operative Lenkung zuständig war, am Meranier-Gymnasium und der Herzog-Otto-Schule in Lichtenfels durch.

Mit Koordinationsübungen die Reaktionsfähigkeit steigern

Die Experimentalgruppen erhielten sechs Wochen lang wissenschaftlich gestützte Trainingseinheiten, um Motorik und Konzentration zu fördern. „Wir haben die exekutiven und kognitiven Funktionen der Schülerinnen und Schüler trainiert: vor allem Wahrnehmungsfähigkeit, Konzentration und Entscheidungsfähigkeit, die im Straßenverkehr wichtig sind“, erläutert Stefan Voll. Und Larissa Moritzer ergänzt: „Außerdem führen koordinative Trainingsformen in den Bereichen Steuerungs-, Reaktions- und Gleichgewichtsfähigkeit nachweislich zu Steigerungen im Arbeitsgedächtnis.“ Diese Fähigkeiten trainierten die Schüler unter anderem mit Übungen auf dem Fahrrad, die auch der kognitiven Aktivierung dienten. Für die Kontrollgruppen änderte sich der Schulalltag nicht.

Der Vergleich bei den Abschlusstests zeigte, dass die Experimentalgruppen insgesamt umsichtiger gefahren sind und Gefahren auf dem Übungsplatz schneller erkannt haben, was sich positiv auf den Straßenverkehr auswirken kann. „Besonders bemerkenswert finde ich, dass sich gerade die Jugendlichen, die im Fahrradfahren eher unbedarft waren, im sechswöchigen Interventionszeitraum deutlich gesteigert haben“, so Larissa Moritzer.

„Die Ergebnisse stimmen mich optimistisch“, sagt Voll. „Unter Umständen könnten auch Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen Sicherheitstrainings erhalten.“ Deshalb beabsichtigt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft, die Ergebnisse in ein bundesweites Fahrradsicherheitsprojekt für weiterführende Schulen einzuspeisen.

Dieses Forschungsprojekt stammt aus dem Forschungsschwerpunkt „Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit“ der Universität Bamberg. Weitere Informationen und aktuelle Meldungen zum Schwerpunkt finden Sie unter www.uni-bamberg.de/forschung/profil/bildung-und-arbeit


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Voll
Inhaber der Fachvertretung für Didaktik Sport
stefan.voll@uni-bamberg.de

Larissa Moritzer
Mitarbeiterin der Fachvertretung für Didaktik Sport
larissa.moritzer@uni-bamberg.de

Hinweis: Derzeit sind die Ansprechpartnerinnen und -partner ausschließlich per Mail erreichbar. Sie behalten ihre E-Mail-Accounts regelmäßig im Blick und rufen gerne zeitnah zurück.


Weitere Informationen:

http://www.uni-bamberg.de/forschung/profil/bildung-und-arbeit zum Forschungsschwerpunkt „Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit“ der Universität Bamberg


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, jedermann
Pädagogik / Bildung, Psychologie, Sportwissenschaft, Verkehr / Transport
überregional
Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW