DGTI: Erkrankungen durch Blutreinigung heilen

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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15.09.2020 15:09

DGTI: Erkrankungen durch Blutreinigung heilen

Gesund durch Blutreinigung? Wie neue Erkenntnisse in der therapeutischen Apherese helfen können, Erkrankungen zu heilen

Die therapeutische Apherese, im Volksmund auch Blutreinigung genannt, ermöglicht bei einer Vielzahl von Erkrankungen, das Blut außerhalb des Körpers von krankmachenden Bestandteilen zu befreien. Die bekannteste Form der Blutreinigung ist die Nierenersatztherapie (Dialyse), welche bei Nierenversagen eingesetzt wird. Doch auch bei der Organtransplantation leisten neue Verfahren der Apherese einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Empfänger ihre erhaltenen neuen Organe nicht abstoßen, betont die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI).

Schon im Mittelalter wurde versucht, das Blut durch einen regelmäßigen Aderlass zu reinigen. Die erste moderne „Blutreinigung“ ist die Hämodialyse. Weniger bekannt ist die therapeutische Apherese, welche in der Transfusionsmedizin eine große Bedeutung hat. Die Institute für Transfusionsmedizin verfügen heute über Geräte und Therapieansätze, die gezielt krankhafte Bestandteile aus dem Blut entfernen können. Bei der zumeist mehrstündigen Behandlung wird das Blut durch eine Maschine geleitet, um die kranken von den gesunden Blutbestandteilen zu trennen. Die gesunden erhält der Patient als Infusion zurück, die kranken werden verworfen. „Die therapeutische Apherese ist ein erprobtes und höchst effektives Verfahren mit beeindruckenden klinischen Erfolgen“, sagt Professor Dr. med. Nina Worel vom Medizinischen Universitätscampus Wien, die bei der DGTI die Sektion Präparative und therapeutische Hämapherese leitet.

Eines der Einsatzgebiete der therapeutischen Apherese ist die Transplantationsmedizin.
Bei einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen potentiellem Organspender und Organempfänger kann es zu Abwehrreaktionen kommen. „Die Antikörper können das transplantierte Organ dann angreifen und es sogar zerstören“, erläutert Worel.

Damit dieser Fall nicht eintritt, kamen früher nur Blutgruppen-gleiche oder Blutgruppen-verträgliche Organe für eine Transplantation in Frage. Durch eine Aufreinigung des gesamten Plasmas des Empfängers können aber Blutgruppen-Antikörper entfernt werden. „Ein Plasmaaustausch ist zeitaufwändig, aber mit relativ geringem Risiko behaftet“, sagt Worel.

Heute besteht die Möglichkeit, viel effizienter und auch gezielt diejenigen Antikörper, die gegen Blutgruppen- oder Gewebemerkmale auf transplantierten Organen gerichtet sind, aus dem Blut zu entfernen. Mit Medikamenten lässt sich zudem verhindern, dass neue Antikörper gebildet werden. Professor Worel ist fest überzeugt: „Die Kombination aus therapeutischer Apherese und Medikamenten trägt dazu bei, das Langzeitüberleben nach einer Organtransplantation weiter zu verbessern.“

Die gezielte Entfernung der Antikörper erfolgt in den Apherese-Geräten mit sogenannten Immunabsorbern, durch die das Plasma der Patienten geleitet wird. Diese Immunabsorber können Transfusionsmediziner heute zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder einsetzen. „Eine therapeutische Apherese ist heute bei der Multiplen Sklerose und anderen Autoimmunerkrankungen möglich, bei denen Antikörper körpereigene Strukturen angreifen“, sagt Worel.

Derzeit erproben Experten auch den Einsatz von Immunabsorbern bei Allergien, indem sie die verantwortlichen IgE-Antikörper entfernen. „Wegen des hohen technischen Aufwands kommen die Immunabsorber allerdings nur zum Einsatz, wenn mit Medikamenten keine Wirkung erzielt wird“, schränkt Professor Worel die derzeitige Anwendungsmöglichkeit ein. „Insgesamt ist die therapeutische Apherese ein wichtiger Bestandteil im Behandlungsrepertoire der modernen Transfusionsmedizin.“

***Bei Abdruck Beleg erbeten***

Über die DGTI: http://www.dgti.de

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Terminhinweis:

53. Jahrestagung der DGTI
Termin: 16. bis 18. September 2020
Ort: online, Anmeldung per Mail an schoeffmann@medizinkommunikation.org

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Ihr Kontakt für Rückfragen:
Sabrina Hartmann
Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI)
Pressestelle
Postfach 33 11 20 | 70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-649
hartmann@medizinkommunikation.org
https://www.dgti-kongress.de/


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


Quelle: IDW