Dynamisches Gehen sagt Anstieg der Stimmung voraus

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Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
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09.03.2021 12:34

Dynamisches Gehen sagt Anstieg der Stimmung voraus

Eine dynamische Art des Gehens sagt Verbesserungen der Stimmung vorher. Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Johannes Michalak von der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und Dr. Dirk Adolph von der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die jetzt in der Zeitschrift Cognitive Therapy and Research veröffentlicht worden ist.

Für Prof. Dr. Johannes Michalak von der UW/H ist die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie in zweierlei Hinsicht für den Bereich der Depressionsforschung wichtig: „Bisher haben wir Gangmuster immer nur im Labor untersucht, jetzt konnten wir auch im Alltag Unterschiede im Gangmuster zwischen depressiven Personen und gesunden Probanden finden. Und: Aus der Gangart kann man vorhersagen, wie sich die Stimmung in der nahen Zukunft entwickeln wird. Wir hoffen, dass wir diese Erkenntnisse auch für die Entwicklung von neuen Behandlungsmöglichkeiten für depressiven Patientinnen und Patienten nutzen können“, erläutert er den Hintergrund der Versuche.

Deutlicher Zusammenhang zwischen Depression und Gangart wird sichtbar

Dabei haben die Forscher Gang und Stimmung über zwei Tage mit tragbaren Messgeräten erfasst und eine Stichprobe von 35 akut depressiven Patientinnen und Patienten mit einer Stichprobe von 36 gesunden Personen verglichen. Im Vergleich zu den Gesunden liefen die depressiven Personen langsamer, gebeugter und mit weniger Dynamik in der Auf- und Abbewegung des Körpers.

Außerdem zeigte sich bei den Depressiven wie bei den Gesunden, dass die Art des Gehens die Stimmung vorhersagen konnte: Wenn Personen innerhalb einer Stunde schneller und dynamischer gegangen waren, zeigte sich eine Verbesserung der positiven Stimmung in diesem Zeitraum. Auswirkungen des Gangmusters auf die negative Stimmung konnte allerdings nicht beobachtet werden. „Aber wir haben ja auch erst einmal nur die kurzfristen Auswirkungen des Gangmusters untersucht,“ erläutert Prof. Michalak.

„Diese Befunde passen gut zu den Ergebnissen vieler Laborstudien, in denen sich wieder gezeigt hat, dass Körperhaltungen und Bewegungsmuster sich auf die Stimmung auswirken. Außerdem könnten diese Befunde der Ausgangspunkt dafür sein, neue Behandlungsformern für Depressionen zu entwickeln, die Depressiven dabei unterstützen, ihre Körperhaltung und ihre Bewegungsmuster zu verändern. Hierfür sind aber weitergehende Untersuchungen notwendig, um zu überprüfen, ob solche Behandlungen auch wirklich langfristig zu einer Reduktion der depressiven Symptomatik beitragen können“ sagt Dr. Adolph.

Die Studie ist in der Zeitschrift Cognitive Therapy and Research zu finden:

Adolph, D., Tschacher, W., Niemeyer, H. & Michalak, J. (2021). Gait patterns and mood in everyday life: A comparison between depressed patients and non‐depressed controls. doi.org/10.1007/s10608-021-10215-7

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Johannes Michalak, 02302- 926 787, johannes.michalak@uni-wh.de

Malte Langer, Teamleitung Kommunikation, 02302/926-931, malte.langer@uni-wh.de

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Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Johannes Michalak, 02302- 926 787, johannes.michalak@uni-wh.de


Originalpublikation:

doi.org/10.1007/s10608-021-10215-7


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Psychologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW