Eine Chance zur Veränderung im Kosovo

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Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
Unter Vermeidung fast aller Formeln ist ein allgemeinverständliches abgerundetes Sachbuch entstanden, das seinen Finger auf die offenen Wunden der Wissenschaft legt und überraschende Lösungen auch für die „letzten Dinge“ bereithält.

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06.11.2020 14:54

Eine Chance zur Veränderung im Kosovo

Kommentar von Südosteuropahistoriker Dr. Konrad Clewing zum Rücktritt des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaçi

Am Donnerstag ist Kosovos Präsident Hashim Thaçi zurückgetreten, nachdem das Kosovo-Sondertribunal in Den Haag die zunächst vorläufige Anklage gegen ihn infolge seiner Rolle bei der „Befreiungsarme“ UÇK bestätigt hatte. Am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg beschäftigt sich der Historiker Dr. Konrad Clewing intensiv mit Vergangenheit und Gegenwart des Kosovo. Er kommentiert den Rücktritt Thaçis:

Der beginnende Prozess in Den Haag bringt der kosovarischen Gesellschaft die Chance, sich endlich mit den Vorwürfen ernsthaft auseinanderzusetzen, die eng mit der Geschichte der eigenen Unabhängigkeit verbunden sind. Ein weniger verklärter Blick auf die damalige eigene Kriegsführung zur Befreiung von der serbischen Herrschaft wäre gut, ebenso eine Enttabuisierung der von der UÇK auch gegen kosovoalbanische Konkurrenten angewandten einstigen Gewalt. Als gesellschaftliche und politische Herausforderung ist dieser Prozess heikel genug – zumal auf der anderen Seite das politische Serbien seine eigene kollektive Rolle im Kosovokrieg und im heutigen Kosovo ganz unkritisch betrachtet und sich bis heute weigert, die Unabhängigkeit Kosovos als Folge jener Kriegsereignisse anzuerkennen. Nicht von ungefähr werden jetzt in Prishtina Stimmen in der Regierung laut, den Dialog mit Serbien angesichts des Prozesses in Den Haag erst einmal bis auf Weiteres ganz zu unterbrechen. Kurzfristig könnte der Westen, der Thaçi lange Zeit als Stabilitätsanker hofierte und sich mittlerweile auch darüber zwischen der EU und den trumpschen USA zerstritten hat, dieser Art von Stabilität am Ende noch nachtrauern. Auf lange Sicht aber könnte der Prozess in Den Haag doch Positives für Kosovo und seine Nachbarschaft bewirken.

Eine ausführliche Version des Kommentars ist auf dem Blog des IOS erschienen: https://ostblog.hypotheses.org/1741


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Konrad Clewing
Arbeitsbereich Geschichte am IOS
Tel.: 0941/943-5471
E-Mail: clewing@ios-regensburg.de


Originalpublikation:

https://ostblog.hypotheses.org/1741


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Geschichte / Archäologie, Politik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW