Erforschung geschlechtsbezogener Gewalt an wissenschaftlichen Einrichtungen

Literature advertisement

Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
Unter Vermeidung fast aller Formeln ist ein allgemeinverständliches abgerundetes Sachbuch entstanden, das seinen Finger auf die offenen Wunden der Wissenschaft legt und überraschende Lösungen auch für die „letzten Dinge“ bereithält.

Hier geht es weiter …



Teilen: 

22.02.2021 09:45

Erforschung geschlechtsbezogener Gewalt an wissenschaftlichen Einrichtungen

Anfang Februar ist das Forschungsprojekt UniSAFE an den Start gegangen, dass Formen geschlechtsbezogener Gewalt in der Wissenschaft und institutionelle Antworten dagegen untersucht. Ziel des europäischen Projektes ist der Aufbau einer Wissensbasis und die Entwicklung operativer Werkzeuge, um Hochschulen und Forschungseinrichtungen sicherer zu machen.

Als geschlechtsbezogene Gewalt werden Formen von Gewalt bezeichnet, die sich gegen eine Person (oder Personen) aufgrund ihres Geschlechts richtet, oder die Personen eines bestimmten Geschlechts unverhältnismäßig stark betrifft. In dem Projekt “UniSAFE – Gender-based violence and institutional responses: Building a knowledge base and operational tools to make universities and research organizations safe” nimmt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS vom GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, gemeinsam mit acht europäischen Partnereinrichtungen, diese speziellen Formen von Gewalt in den Blick.

„Geschlechtsbezogene Gewalt, einschließlich sexueller Belästigung, ist an Hochschulen und Forschungseinrichtungen keine Ausnahme und kommt auch in virtuellen Arbeits- und Studienkontexten vor. Oft mangelt es an Handlungssicherheit unter Studierenden und Beschäftigten in solchen Situationen. Dazu werden die meisten Fälle nicht gemeldet, weil sie beispielsweise zu unbedeutend erscheinen oder es den Betroffenen unangenehm ist mit Dritten darüber zu sprechen. Darum wollen wir im Projekt UniSAFE mehr Wissen über die Dynamiken zwischen Gewalterfahrungen, den Auswirkungen und institutionellen Maßnahmen generieren, um letztendlich mit diesen Erkenntnissen zu einer höheren Wirksamkeit des Präventions- und Interventionsgeschehen beizutragen“, erläutert Dr. Anke Lipinsky, wissenschaftliche Leiterin des Projekts bei GESIS.

Um eine Wissensbasis für die Entwicklung effektiver Maßnahmen zur Reduktion von geschlechtsbezogener Gewalt zu schaffen, werden in der ersten Projekthälfte bis Ende 2022 zunächst Daten über geschlechtsbezogene Gewalt, einschließlich sexueller Belästigung, in Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit einem Mixed-Methods Ansatz erhoben. Dazu zählt eine Online-Befragung zum Vorkommen und den Auswirkungen von geschlechtsbezogener Gewalt einschließlich sexueller Belästigung in Hochschulen und Forschungseinrichtungen in 15 europäischen Ländern. Darüber hinaus werden rechtliche und politische Rahmenbedingungen in der Wissenschaft durch ein umfangreiches Mapping in 30 EU- und assoziierten Staaten bewertet. Mithilfe institutioneller Fallstudien und qualitativer Interviews sollen die Mechanismen geschlechtsbezogener Gewalt inkl. ihrer Auswirkungen in den Wissenschaftseinrichtungen untersucht und das Zusammenwirken von Ressourcen und hinderlichen Faktoren bewertet werden.

Die Feldforschung des Projekts beginnt im Sommer 2021. Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich für eine Teilnahme an der Feldstudie interessieren, können ab sofort über die u. g. Kontaktangaben Informationen über die Teilnahmemöglichkeit anfordern.

Zentrale Projektwebseite https://unisafe-gbv.eu/

GESIS Projektseite https://www.gesis.org/en/cews/cews-home/projects/current-projects/unisafe

Projektfördernummer: No 101006261, EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020

Ansprechpartnerinnen bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften:

Dr. Anke Lipinsky (Wissenschaftliche Ansprechpartnerin)
anke[.]lipinsky[@]gesis[.]org

Christine Abraham (Informationsmanagement CEWS)
christine[.]abraham [@]gesis [.]org

Dr. Sophie Zervos
Presse & Transfer
sophie.zervos@gesis.org

Unter Sachsenhausen 6-8
D-50667 Köln
Tel.: +49(0)221 / 47694 – 136

www.cews.org
www.gesis.org
www.facebook.com/gesis.org
www.twitter.com/gesis_org
www.twitter.com/UniSAFE_gbv

Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) ist ein Kompetenzzentrum von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und der nationale Knotenpunkt zur Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit in Wissenschaft und Forschung in Deutschland.

Als eine der weltweit führenden Infrastruktureinrichtungen für die Sozialwissenschaften steht das GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Forscher*innen auf allen Ebenen ihrer Forschungsvorhaben mit seiner Expertise und seinen Dienstleistungen beratend zur Seite, so dass gesellschaftlich relevante Fragen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Methoden, qualitativ hochwertiger Daten und Forschungsinformationen beantwortet werden können. Um diesen Service heute und in Zukunft sicherzustellen, verknüpft GESIS seine integrierte Erhebungs- und Dateninfrastruktur mit Methoden, Modellen und Algorithmen der Informatik im Anwendungsfeld Sozialwissenschaften und erweitert kontinuierlich sein Angebotsportfolio im Bereich digitaler Verhaltensdaten. GESIS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, Konsortialführerin von KonsortSWD in der NFDI und unterhält institutionelle und projektbezogene Kooperationen mit vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. GESIS ist an wichtigen europäischen Projekten wie u.a. dem European Social Survey (ESS), der European Value Study (EVS), dem europäischen Archivverbund CESSDA oder dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt. Außerdem arbeitet das Institut kontinuierlich daran, das junge Forschungsfeld der Computational Social Science durch internationale Konferenzen, Symposien und Workshops in Deutschland und Europa zu stärken und eine weltweite Vernetzung voranzutreiben.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Anke Lipinsky
anke[.]lipinsky[@]gesis[.]org


Weitere Informationen:

https://unisafe-gbv.eu/
https://www.gesis.org/en/cews/cews-home/projects/current-projects/unisafe


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Gesellschaft, Politik, Psychologie, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW