Europäische Union setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie v. Fraunhofer FOKUS

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Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

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22.02.2021 10:53

Europäische Union setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie v. Fraunhofer FOKUS

Die Europäische Union setzt für die Weiterentwicklung des Europäischen Datenportals auf Datentechnologie von Fraunhofer FOKUS

Heute hat das Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union einem Konsortium aus elf Partnern den Zuschlag für einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren zur Entwicklung einer neuen Datenplattform erteilt: Data.Europa.EU. Die neue Plattform wird die beiden bestehenden europäischen Datenportale und ihre Bestrebung im Sinne einer Vereinfachung der Veröffentlichung und Wiederverwendung offener Daten in Europa zusammenführen. Das neue Portal Data.Europa.EU basiert auf technologischen Datenlösungen von Fraunhofer FOKUS.

Data.Europa.EU, das im Frühjahr 2021 eingeführt werden soll, wird das bereits bestehende Europäische Datenportal und das Open Data Portal der Europäischen Union in eine zentrale, kohärente Kernkomponente der Dateninfrastruktur des öffentlichen Sektors integrieren, die von der Europäischen Union, ihren Institutionen und Mitgliedsstaaten entwickelt wurde. Wie bereits seine Vorgänger, wird das neue Portal auf drei Säulen aufbauen:

· Zugang zu öffentlichen Datenressourcen in ganz Europa über die zentrale Anlaufstelle, das Portal selbst, das über 1 Million Datensätze aus 36 Ländern, 6 EU-Institutionen und 79 anderen EU-Einrichtungen und -Behörden bereitstellt;

· Unterstützung der EU-Institutionen und der Mitgliedstaaten durch die Einrichtung von »Communities of Practice« für nationale Open-Data-Portal-Betreiber und Richtliniengeber, sowie Schulungen und Beratung zur Verbesserung, zum Erhalt und zur Dokumentation von Datenveröffentlichungspraktiken;

· Nachweis der sozioökonomischen Vorteile der Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen und verschiedener Anreize zur Förderung und Veranschaulichung von Akzeptanz und Wertschöpfung.

Das Ziel von Data.Europa.EU ist es, diesen Drei-Säulen-Ansatz zu nutzen, um die Schaffung und Verbesserung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen zu unterstützen, die öffentliche Datenressourcen wiederverwenden, um wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und ökologische Effekte und Mehrwerte zu erzielen. Je mehr diese Auswirkungen dokumentiert und verstanden werden, desto stärker werden der Zugriff auf die Daten, deren Auffindbarkeit und die Datenaufnahme zunehmen. Die jüngste Capgemini Invent-Studie, die im Jahr 2020 im Zusammenhang mit dem Europäischen Datenportal veröffentlicht wurde, beziffert den Wert für Open Data in Europa im Jahr 2025 mit einer Größenordnung zwischen 199 (Basis-Szenario) und 334 (Szenario mit hohem Wachstum) Milliarden Euro.

»Fraunhofer FOKUS verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption und Implementierung nationaler und internationaler Datenportale. Als weltweit führender Technologieanbieter setzen wir auf modernste Lösungen, die auf unseren innovativen und vernetzten Datentechnologien basieren und den technologischen Kern des Europäischen Datenportals bilden. Data.Europa.EU ist die neue zentrale Anlaufstelle für hochwertige Daten innerhalb Europas. Dies ist ein großer Schritt vorwärts in Richtung einer Harmonisierung der Daten in der Europäischen Union. Data.Europa.EU setzt Standards für öffentliche Daten und bietet enormen Mehrwert für alle europäischen Länder.« sagt Prof. Dr. Manfred Hauswirth, Institutsleiter des Fraunhofer FOKUS.

Neben der Verbesserung der bereits bestehenden beiden Dienste, wird der neue Rahmenvertrag auch die Messung der Reife offener Daten in Europa und der sozioökonomischen Auswirkungen offener und geteilter Daten in Europa im Hinblick auf die aktuellen und geplanten Entwicklungen umfassen. Europäische Länder, in denen der Verbesserung der Auffindbarkeit von Daten und der Verbesserung von Datenportalen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte, um die Wiederverwendung öffentlicher Datenressourcen in den jeweiligen Ländern und Gemeinden zu fördern, werden gleichermaßen unterstützt.

Dr. Jens Klessmann, Leiter des Geschäftsbereichs Digital Public Services, dessen Team das Datenportal implementieren wird, fügt hinzu: »Als technischer Wegbereiter für den öffentlichen Sektor freuen wir uns sehr, dass die Europäische Kommission sich dafür entschieden hat, auf unsere hochentwickelten technologischen Datentechnologien zu bauen. Wir setzen unsere Lösungen in den Bereichen Daten-Erfassung, -Qualität und -Bereitstellung für die Entwicklung von Data.Europa.EU ein. Ich bin stolz auf mein Team, das von Anfang an am Aufbau und an der Entwicklung des Europäischen Datenportals beteiligt war.«

Dr. Yury Glikman, Gruppenleiter im Geschäftsbereich Digital Public Services, betont im Hinblick auf die bevorstehende Arbeit: »Die Entscheidung der Europäischen Kommission zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns auf die technische Migration und sind stolz darauf, mit unserem Wissen die Entwicklung des neuen zusammengeführten Portals unterstützen zu können.« Der positive Bescheid der EU für den Rahmenvertrag unterstreicht die strategische Position von Fraunhofer FOKUS im Bereich Datenverständnis und Datenanalyse, um Innovationen in ganz Europa voranzutreiben.

Capgemini Invent leitet das Projektkonsortium in Zusammenarbeit mit INTRASOFT International. Partner im Projekt sind Fraunhofer FOKUS, OMMAX, con terra, 52 ° Nord, Agiledrop, Timelex, der Rat von Lissabon, die Universidad Politécnica de Madrid und die beiden Capgemini-Tochterunternehmen Idean und Cybersecurity Services.

Weitere Informationen: https://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/news/data-europa-eu_2021_02

Pressekontakt:

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS
Natalie Nik-Nafs
Pressereferentin Institutskommunikation
Telefon: +49 30 3463-7210
natalie.nik-nafs@fokus.fraunhofer.de
Kaiserin-Augusta-Allee 31
10589 Berlin

Fachkontakte:

Dr.-Ing. Yury Glikman
Gruppenleiter
Geschäftsbereich Digital Public Services
Telefon: +49 30 3463-7125
yury.glikman@fokus.fraunhofer.de

Benjamin Dittwald
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Geschäftsbereich Digital Public Services
Telefon: +49 30 3463-7398
benjamin.dittwald@fokus.fraunhofer.de

Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels. Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an. Mit rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 33 Millionen Euro gehört Fraunhofer FOKUS zu den größten IKT-Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 80 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Informationstechnik, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch


Quelle: IDW