Helfen Vorgaben? – Studie zu Fortbildungsverpflichtungen vorgelegt

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Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
Unter Vermeidung fast aller Formeln ist ein allgemeinverständliches abgerundetes Sachbuch entstanden, das seinen Finger auf die offenen Wunden der Wissenschaft legt und überraschende Lösungen auch für die „letzten Dinge“ bereithält.

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22.09.2020 11:09

Helfen Vorgaben? – Studie zu Fortbildungsverpflichtungen vorgelegt

Sorgen striktere Regeln und Vorschriften für die Fortbildung von Lehrkräften dafür, dass diese sich auch tatsächlich fortbilden? Dieser Frage ist ein Team von Bildungsforschenden der Universität Potsdam nachgegangen und hat dafür Statistiken verschiedener Bundesländer und die dortigen Regelungen ausgewertet und verglichen. Demnach ist die Fortbildungsquote von Lehrerinnen und Lehrern dort am höchsten, wo es konkrete gesetzlich geregelte Vorgaben gibt, etwa in Hamburg, Bremen und Bayern. Zudem stellten die Forschenden fest, dass mehr Lehrerinnen als Lehrer an Fortbildungen teilnehmen. Außerdem nutzen gerade ältere Lehrkräfte diese Möglichkeit – unabhängig davon, ob dafür eine Pflicht besteht.

Gleichzeitig besucht auch in Bundesländern mit strikteren Regeln rund ein Viertel der Lehrinnen und Lehrer gar keine Fortbildungen. Um das zu ändern und gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie den Lehrkräften die Teilnahme an Fortbildungen zu erleichtern, empfehlen die Forschenden, diese verstärkt online anzubieten.

Lehrkräfte in Deutschland sind dazu verpflichtet, sich fortzubilden. Allerdings gibt es nur in wenigen Bundesländern konkrete Vorgaben zu deren Umfang und der Frage, wie sie dokumentiert werden müssen. Entsprechende Regelungen fehlen beispielsweise in Brandenburg, Berlin, Saarland, Sachsen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein wiederum besteht eine Pflicht, die Fortbildungen nachzuweisen, ohne dass der Umfang der Aktivitäten gesetzlich vorgeschrieben ist. Zwar bilden sich auch in diesen Bundesländern Lehrerinnen und Lehrer stetig fort. Dennoch zeigte sich, dass in Ländern, wo der Umfang gesetzlich geregelt ist, auch mehr Fortbildungen besucht werden. Gleichzeitig haben dort zwischen 21,2 und 33,2 Prozent der Lehrkräfte gar keine Fortbildung besucht.
„Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass sich die Fortbildungsteilnahme nur bedingt durch gesetzliche Vorgaben steuern lässt. Deshalb sollte darüber nachgedacht werden, wie Lehrkräfte auf anderem Wege zur Fortbildungsteilnahme motiviert werden können. In Anbetracht der aktuellen pandemiebedingten Einschränkungen wäre es aus unserer Sicht sinnvoll, verstärkt auf Online-Fortbildungen zu setzen“, sagt Prof. Dr. Dirk Richter, der die Studie gemeinsam mit Prof. Dr. Rebecca Lazarides und Jenny Kuschel erstellt hat. Als Grundlage nutzten die Wissenschaftler Daten aus dem Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) 2011 und 2012 sowie aus dem IQB-Bildungstrend 2015. Die Ergebnisse ihrer Studie sind jetzt in der Zeitschrift für Bildungsforschung veröffentlicht worden.

Die Studie im Internet:
https://deutsches-schulportal.de/content/uploads/2020/09/Kuschel-et-al.-2020-Wie…

Kontakt: Jenny Kuschel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung
Telefon: 0331 / 977 203133
E-Mail: jkuschel@uni-potsdam.de

Medieninformation 22-09-2020 / Nr. 087
Magda Pchalek/ Matthias Zimmermann

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presse@uni-potsdam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/presse


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
Deutsch


Quelle: IDW