Internationaler Austausch in der Bildungsforschung im Überblick

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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22.02.2021 13:03

Internationaler Austausch in der Bildungsforschung im Überblick

Auch wenn sich die Bildungsforschung vielfach auf einzelne Staaten konzentriert, ähneln sich im internationalen Vergleich oft die jeweiligen Forschungsthemen. Das zeigt der neue Sammelband „International Perspectives on School Settings, Education Policy and Digital Strategies. A Transatlantic Discourse in Education Research.“ Herausgegeben wurde er von Dr. Annika Wilmers und Dr. Sieglinde Jornitz von der DIPF-Servicestelle „ice – International Cooperation in Education“. Anhand von sechs Themenkomplexen diskutieren die Autor*innen den jeweiligen Stand der Forschung. Der Sammelband ist als Open Access-Publikation im Internet frei verfügbar.

„Die Bildungssysteme in Europa, Australien und Nordamerika mit ihren jeweiligen spezifischen Ausprägungen stehen vor ähnlichen Herausforderungen“, sagt DIPF-Forscherin Dr. Annika Wilmers. „Dazu gehören beispielsweise die Digitalisierung, Migration, aber auch die Frage, wie man angemessen auf internationale Schulleistungsvergleiche wie PISA reagiert. Diese Herausforderungen wiederum werden zum Gegenstand von Bildungsforschung, weswegen sich ein Austausch über Ländergrenzen hinweg lohnt.“

Seit 2015 hat die Servicestelle ice auf den Jahrestagungen der „American Educational Research Association“ internationale Panels zu aktuellen Themen in der Bildungsforschung organisiert. Damit sei ein wichtiges Forum für den transatlantischen Austausch entstanden, erläutert Mitherausgeberin Dr. Sieglinde Jornitz, die ebenfalls am DIPF forscht. „Zugleich hat sich dabei immer wieder auch gezeigt, wie teilweise unterschiedlich Herangehensweisen und Begriffssysteme von Bildungswissenschaftler*innen aus den verschiedenen Ländern sind. In dieser Hinsicht ist die internationale Forschung ein notwendiger und bereichernder Austausch, um über die je eigenen Maßstäbe und Standards zu reflektieren und empirische, theoretische und methodische Herangehensweisen weiterzuentwickeln.“

In dem Sammelband spiegeln sich die Diskussionen der vergangenen sechs Jahre wider. Das Werk gibt einen Überblick über die Themen: 1) Schulleitung und Schulentwicklung, 2) Migration, Flüchtlinge und öffentliche Bildung, 3) internationale Vergleichsstudien und ihre Auswirkungen auf die Bildungspolitik, 4) Verwaltung und Nutzung von digitalen Daten in der Bildung, 5) Ökonomisierung der Bildung, 6) Herausforderung von Übersetzungen.

Die Darlegungen thematisieren zum Beispiel die stetig wachsende Bedeutung von Daten und von normiert erhobenen Schülerleistungen für die Optimierung der Bildungssysteme und die daraus entstehenden Rechenschaftspflichten für Politiker*innen und Lehrkräfte. Zugleich zeigt sich, dass noch relativ wenig Wissen darüber vorhanden ist, wie Schulleistungsvergleiche, darauffolgende Bildungsreformen und letztlich der Erfolg von Bildung zusammenhängen. Ein weiteres Anliegen des Bandes ist es, theoretische Rahmenmodelle für internationale Analysen und Vergleiche zu entwickeln, wie es beispielsweise in den Kapiteln zur Schulentwicklung oder beim Thema Migration und Flüchtlinge in den Bildungssystemen unternommen wird.

Der im Verlag Barbara Budrich erschienene Sammelband ist im Internet frei zugänglich und steht unter einer Creative-Commons-Lizenz.

Über das DIPF:
Das DIPF ist das Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation mit Standorten in Frankfurt am Main und in Berlin. Es will dazu beitragen, Herausforderungen im Bildungswesen zu bewältigen, den Zugang zu Bildung zu erleichtern und die Qualität von Bildung zu verbessern. Dafür unterstützt das Institut Schulen, Kindertagesstätten, Wissenschaft, Verwaltung und Politik mit empirischer Forschung, wissenschaftlichen Infrastrukturen und Wissenstransfer.

Kontakt für die Presse: Anke Wilde, DIPF, +49 (0)69 24708-824, wilde.anke@dipf.de, pr@dipf.de, www.dipf.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Annika Wilmers, +49 (0)69 24708-735, wilmers@dipf.de
Dr. Sieglinde Jornitz, +49 (0)69 24708-340, jornitz@dipf.de


Originalpublikation:

Wilmers, A., Jornitz, S. (eds.). (2021). International Perspectives on School Settings, Education Policy and Digital Strategies. A Transatlantic Discourse in Education Research. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich.
DOI: 10.3224/84742299

https://shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2021/02/9783847416609.pdf


Weitere Informationen:

http://www.dipf.de/de/vernetzung/ice-international-cooperation-in-education – Link zur Servicestelle ice – International Cooperation in Education


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch


Quelle: IDW