Knappheit und Moral: Über Märkte und ihre Grenzen. Schader-Preis 2020 für Dorothea Kübler

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Wege zur physikalischen Erkenntnis

Diese erweiterte Neuauflage des Buchs „Wege zur physikalischen Erkenntnis“ enthält neben der wissenschaftlichen Selbstbiographie folgende Vorträge:

Die Einheit des physikalischen Weltbildes.
Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung.
Neue Bahnen der physikalischen Erkenntnis.
Dynamische und statistische Gesetzmäßigkeit.
Das Prinzip der kleinsten Wirkung.
Verhältnis der Theorien zueinander.
Das Wesen des Lichts.
Die Entstehung und weitere Entwicklung der Quantentheorie.
Kausalgesetz und Willensfreiheit.
Vom Relativen zum Absoluten.
Physikalische Gesetzlichkeit.
Das Weltbild der neuen Physik.
Positivismus und reale Außenwelt.
Wissenschaft und Glaube.
Die Kausalität in der Natur.
Ursprung und Auswirkung wissenschaftlicher Ideen.
Die Physik im Kampf um die Weltanschauung.
Vom Wesen der Willensfreiheit.
Religion und Naturwissenschaft.
Determinismus oder Indeterminismus.
Sinn und Grenzen der exakten Wissenschaft.
Scheinprobleme der Wissenschaft.
Wissenschaftliche Selbstbiographie.

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12.11.2020 18:08

Knappheit und Moral: Über Märkte und ihre Grenzen. Schader-Preis 2020 für Dorothea Kübler

Mit dem Schader-Preis wurde in diesem Jahr die Wirtschaftswissenschaftlerin Dorothea Kübler ausgezeichnet. Dorothea Kübler ist Direktorin der Abteilung Verhalten auf Märkten am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Berlin. Statt vor Ort im Schader-Forum verfolgten in diesem Jahr rund 150 Gäste die Preisverleihung per Livestream im Internet.

In ihrem Vortrag zur Preisverleihung mit dem Thema „Knappheit und Moral: Über Märkte und ihre Grenzen“ setzte sich Dorothea Kübler mit Verteilungsgerechtigkeit auseinander. „Manche Güter beeinflussen, wer wir sind und wie unsere Gesellschaft aussieht. Es kommt darauf an, wie wir die Verteilung dieser Güter organisieren, welche Märkte wir verbieten und welche wir so gestalten können, dass sie nicht moralisch abstoßend sind“, so Kübler.

Die Laudatio auf die Preisträgerin hielt Verena Lueken, Autorin und Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Mit dem Schader-Preis zeichnet die Schader-Stiftung Gesellschaftswissenschaftlerinnen und Gesellschaftswissenschaftler aus, die aufgrund ihrer wegweisenden wissenschaftlichen Arbeit und durch ihr vorbildliches Engagement im Dialog mit der Praxis einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme geleistet haben. „Dorothea Kübler gelingt es, mit ihren wissenschaftlich begründeten Problemlösungen praktische gesellschaftliche Verbesserungen zu erzielen. Sie hat sich mit ihren anspruchsvollen experimentellen Arbeiten stets an Alltagsfragen orientiert. Daher erreichte sie eine hohe Aufmerksamkeit in den Medien und konnte den gesellschaftswissenschaftlichen Wert ökonomischer und experimenteller Forschung in der Öffentlichkeit deutlich machen“, begründete Angelika Nußberger, Verfassungsrechtlerin an der Universität zu Köln und Mitglied des Senats der Schader-Stiftung die Entscheidung für die diesjährige Preisträgerin. „Dorothea Kübler verwirklicht dabei auf vorbildliche und kreative Weise den Dialog zwischen Spitzenforschung und Praxisorientierung“, betonte Nußberger.

„‘Die Märkte‘ sind für viele etwas sehr Abstraktes. Mit ihrer Forschung und in ihren Vorträgen macht Prof. Dorothea Kübler sie aber zum konkreten Teil unseres Alltags, der sich etwa auf die Schulwahl oder die Vergabe von Studienplätzen auswirkt. Diese Arbeit zu lebensnahen Fragen ist ein wichtiger Brückenschlag zwischen Forschung und Praxis und ein exzellentes Beispiel für gelungene Wissenschaftskommunikation. Sie ist in dieser schweren Pandemie-Zeit wichtiger denn je: Wir sehen Menschen, für die das Glauben gleichwertig neben das Wissen getreten ist, die Verschwörungsmythen anhängen und empirisch Belegtes bezweifeln“, sagte die Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Ayse Asar, in ihrem Grußwort. „Das zeigt uns einmal mehr: Wissenschaft ist – wie Politik auch – immer erklärungsbedürftig. Sie darf sich nicht nur mit Gesellschaft beschäftigen, sondern muss ihre Erkenntnisse auch in die Gesellschaft tragen. Genau das schafft Prof. Kübler mit ihrer Arbeit“, so Ayse Asar weiter.

Der Schader-Preis wird jährlich vom Senat der Schader-Stiftung verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert. Dem Senat der Schader-Stiftung gehören die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre an: Prof. Dr. Christoph Möllers (2019), Prof. Dr. Otfried Jarren (2018), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (2017), Prof. Dr. Christine Landfried (2016), Prof. Dr. Dres. h.c. Angelika Nußberger (2015), Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D. (2013) und Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof (2012).

Mit der Annahme des Schader-Preises gehört Frau Kübler nun sieben Jahre dem Senat der Schader-Stiftung an.

Die Schader-Stiftung fördert die Gesellschaftswissenschaften und deren Dialog mit der Praxis. Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Darmstadt finanziert seit ihrer Gründung im Jahre 1988 ihre Fördertätigkeit aus den Erträgen des von Alois M. Schader gestifteten Privatvermögens.

Der Vortrag der Preisträgerin und weitere Dokumente zum Schader-Preis sind in Kürze verfügbar unter: www.schader-stiftung.de/preis-2020.


Anhang

attachment icon Schader-Preis 2020 für Dorothea Kübler


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Recht, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
Deutsch


Quelle: IDW