Literatur und Langsamkeit: Wuppertaler Anglist erhält Förderung der VolkswagenStiftung

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Wege zur physikalischen Erkenntnis

Diese erweiterte Neuauflage des Buchs „Wege zur physikalischen Erkenntnis“ enthält neben der wissenschaftlichen Selbstbiographie folgende Vorträge:

Die Einheit des physikalischen Weltbildes.
Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung.
Neue Bahnen der physikalischen Erkenntnis.
Dynamische und statistische Gesetzmäßigkeit.
Das Prinzip der kleinsten Wirkung.
Verhältnis der Theorien zueinander.
Das Wesen des Lichts.
Die Entstehung und weitere Entwicklung der Quantentheorie.
Kausalgesetz und Willensfreiheit.
Vom Relativen zum Absoluten.
Physikalische Gesetzlichkeit.
Das Weltbild der neuen Physik.
Positivismus und reale Außenwelt.
Wissenschaft und Glaube.
Die Kausalität in der Natur.
Ursprung und Auswirkung wissenschaftlicher Ideen.
Die Physik im Kampf um die Weltanschauung.
Vom Wesen der Willensfreiheit.
Religion und Naturwissenschaft.
Determinismus oder Indeterminismus.
Sinn und Grenzen der exakten Wissenschaft.
Scheinprobleme der Wissenschaft.
Wissenschaftliche Selbstbiographie.

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09.09.2020 14:09

Literatur und Langsamkeit: Wuppertaler Anglist erhält Förderung der VolkswagenStiftung

Das Lesen – Kerngeschäft der Literaturwissenschaft – gerät im Buhlen um unsere Aufmerksamkeit zunehmend unter Druck. In diesem Kontext stellt der Roman die größten Anforderungen an seine Leser*innen. Dafür sorgen nicht selten verzweigte Handlungsstrukturen, komplexe Figurenkonstellationen und stilistische Überfrachtungen. Prof. Dr. Roy Sommer, Anglist und Erzählforscher an der Bergischen Universität Wuppertal, untersucht den Roman als langsame Erzählform nun intensiv im Rahmen der von der Volkswagen Stiftung geförderten Initiative „Opus Magnum“. Für sein Vorhaben erhält er in den nächsten anderthalb Jahren eine Fördersumme in Höhe von 175.000 Euro.

Mit dem Buchprojekt „The Slow Novel“ geht der Wuppertaler Wissenschaftler zum einen der Frage nach, welche stilistischen, strukturellen und inhaltlichen Eigenschaften den Roman zu einer besonders langsamen Erzählform machen. Zum anderen entwickelt Sommer eine neue Poetik, die das subversive Potenzial der Gattung Roman in ihrem Zwang zur Entschleunigung verortet. „Mit ihren ‚archimedischen‘ Perspektiven ermöglicht es die Erzählliteratur, sich dem Stress des Alltags zu entziehen und einen neuen Blick auf die Welt zu werfen. Langsames Lesen dient in unserer hektischen Digitalkultur so nicht nur der Selbstvergewisserung, sondern wird auch zu einer Form der Gesellschaftskritik“, erklärt Sommer.

Die VolkswagenStiftung fördert mit der Initiative Opus Magnum Professor*innen aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich durch herausragende Arbeiten ausgewiesen haben. Ziel ist es, ihnen einen Freiraum für die intensive Arbeit an einem wissenschaftlichen Werk zu eröffnen.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Monika Kieslich, Anglistik/Amerikanistik
Lehrstuhl Prof. Dr. Roy Sommer
Telefon 0202/439-2365
E-Mail kieslich@uni-wuppertal.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW