Lücken in Apothekerschränken vermeiden

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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07.04.2021 11:56

Lücken in Apothekerschränken vermeiden

„Das ist leider momentan nicht lieferbar“, ist derzeit in vielen Apotheken zu hören. Die Coronapandemie gefährdet die Versorgung mit Medikamenten aller Art – von der Kochsalzlösung über Narkosemittel bis hin zum Krebstherapeutikum. Forschende der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Hertie School in Berlin analysieren Ursachen und Folgen dieser Lieferengpässe in einem neuen Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 355.000 Euro gefördert wird.

Arzneimittelknappheit besteht dann, wenn zumindest für eine begrenzte Zeit das Angebot die Nachfrage auf nationaler Ebene nicht decken kann. Bereits vor der COVID-19-Pandemie kam es in vielen Bereichen zu Engpässen. Doch zwischen März und Juni 2020 wurden in Deutschland zusätzliche 116 Präparate als knapp gemeldet – darunter auch Medikamente zur Behandlung von schweren Symptomen von COVID-19-Patienten.

UDE-Professorin Katharina Blankart und Professor Mujaheed Shaikh von der Hertie School Berlin haben das Projekt „Ursachen und Konsequenzen von Arzneimittelknappheiten“ gemeinschaftlich eingeworben. Ihr Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das hilft, Ursachen zu identifizieren und so Engpässen künftig schon früh entgegenwirken zu können. Dazu beziehen sie Erkenntnisse und Theorien aus der Ökonomie, dem Management und der Medizin ein. Im Gegensatz zu schon bestehenden Studien, die sich auf die USA konzentrieren, betrachten Blankart und Shaikh die Versorgung mit Medikamenten in Europa, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Blankart konzentriert sich zunächst darauf, Daten zu Arzneimittelengpässen während der Pandemie zu sammeln und Ursachen auf nationaler Ebene zu identifizieren. „Anschließend werde ich analysieren, inwieweit sich diese Versorgungslücken auf die Gesundheit von Patientinnen und Patienten, aber auch auf deren Behandlungsqualität und -kosten ausgewirkt haben“, so die Gesundheitsökonomin. Ihr Berliner Kollege Shaikh vergleicht die globale Lieferkette für Medikamente mit dem Modell des DACH*-Raumes: „Indem ich verschiedene Engpässe während der COVID-Krise aufzeige, ließe sich hier im Fall künftiger Pandemien frühzeitig eingreifen.“

Mit dem Projekt gehören UDE und Hertie School zu den ersten, die sich mittels strukturierter Datenerhebung aus gemeldeten Lieferengpässen und Sekundärdaten aus der Versorgung aus gesundheits(ökonomischer) Perspektive mit dem Thema beschäftigen.
Es startet im August und wird zunächst für zwei Jahre gefördert.

*DACH = Deutschland, Österreich, Schweiz

Redaktion: Birte Vierjahn, UDE, Tel. 0203/37 9-2427, birte.vierjahn@uni-due.de
Jennifer Beckermann, Hertie School, Tel. 030/259 219-246, beckermann@hertie-school.org


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Katharina Blankart, UDE/Gesundheitsökonomik, Tel. 0201/18 3-4403, katharina.blankart@uni-due.de
Prof. Dr. Mujaheed Shaikh, Hertie School/Health Governance, Tel. 030/259 219-376, shaikh@hertie-school.org


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW