Mit Algorithmen die Erdgeschichte besser verstehen

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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26.02.2021 14:28

Mit Algorithmen die Erdgeschichte besser verstehen

FAU-Student entwickelt ein neues Verfahren, um Millionen Jahre alte Ökosysteme zu rekonstruieren

Niklas Hohmann, Masterstudent der Geowissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), hat einen neuen Algorithmus entwickelt, mit dem sich die Abfolge von Ökosystemen durch die Erdgeschichte besser rekonstruieren lässt. Die Ergebnisse stellt er in der Fachzeitschrift Palaios vor.*

Geologinnen und Geologen sind in der Lage, Gesteinsschichten wie ein Buch zu lesen und daraus den Verlauf der Erdgeschichte zu rekonstruieren. Wichtige Hinweise geben ihnen hierbei die Art und Zahl der Lebewesen, die als Fossilien in den Gesteinsschichten enthalten sind. Allerdings gibt es ein großes Problem: Die Zeit, die in solchen Gesteinspaketen steckt, ist nicht immer einfach und zweifelsfrei zu ermitteln. Wenige Zentimeter Sediment könnten in einigen Hundert, aber auch innerhalb von Millionen von Jahren abgelagert worden sein.

Eine neue Methode, von Niklas Hohmann im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelt, schafft hier Abhilfe. Mithilfe eines Algorithmus ist es nun möglich, Informationen über die Fossilien und die Gesteinsschichten, in denen sie enthalten sind, zusammenzubringen und daraus neue Erkenntnisse abzuleiten. Niklas Hohmann hat seine Methode auch gleich angewandt. Er konnte zeigen, dass bestimmte geologische Ereignisse, die in Zusammenhang mit dem Aussterben der Dinosaurier stehen, wohl eine geringere Bedeutung hatten als bisher angenommen.

* http://dx.doi.org/10.2110/palo.2020.038

Ansprechpartner für Medien:
Niklas Hohmann
niklas.hohmann@fau.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Niklas Hohmann
niklas.hohmann@fau.de


Originalpublikation:

http://dx.doi.org/10.2110/palo.2020.038


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Geowissenschaften, Geschichte / Archäologie, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW