Narrative von Integration – Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien verliehen

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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17.11.2020 12:20

Narrative von Integration – Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien verliehen

Die Universität Augsburg, das Forum Interkulturelles Leben und Lernen (FiLL e.V.) und die Friedensstadt Augsburg haben gemeinsam den Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien verliehen. Den Hauptpreis erhält PD Dr. Özkan Ezli für seine Habilitationsschrift, der Förderpreis geht an Katharina Peters für ihre Masterarbeit.

Mit dem Hauptpreis ausgezeichnet wird Herr PD Dr. Özkan Ezli. Seine Habilitationsschrift „Narrative der Migration und Integration in Literatur und Film. Eine andere deutsche Kulturgeschichte“ widmet sich kulturtheoretischen und -praktischen Studien, mit einem transkulturellen und mobilitätsbezogenen Schwerpunkt auf Basis von Literatur-, Film-, Sozial-, Debatten- und Theorieanalysen sowie materieller Kultur. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Wandel der ästhetisch-gestalterischen wie auch politischen Auseinandersetzung mit Migration und Integration anhand von Literatur und Film sowie den Integrationsdebatten in der Bundesrepublik Deutschland von den 1960er Jahren bis heute.

PD Dr. Özkan Ezli reichte seine Habilitationsschrift 2019 an der Philosophischen Fakultät der Universität Tübingen ein. Zuvor war er unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter und Koordinator im Exzellenzcluster 16 „Kulturelle Grundlagen von Integration“ der Universität Konstanz, sowie wissenschaftlicher Koordinator für das „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ der Universität Konstanz. Seine Promotion reichte er an der Universität Tübingen ein zum Thema „Grenzen der Kultur. Autobiographien und Reisebeschreibungen zwischen Okzident und Orient“.

Kulturrrassistische Muster im öffentlich-rechtlichen Fernsehen

Mit dem Förderpreis ausgezeichnet wird Katharina Peters für ihre Masterarbeit „Die klauen doch, was sie kriegen können – Mediale Inszenierungen von ‚Sinti und Roma‘ am Beispiel der Krimi-Reihe Tatort und Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens“. Die Arbeit beschäftigt sich mit der hegemonialen Diskursivierung und Visualisierung von Sinti und Roma in der Krimireihe Tatort und anderen Sendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Sie bietet sowohl ein theoretisch-analytisches Rüstzeug als auch eine aktualhistorische Perspektive, die geeignet sind, Fernsehbeiträge wissenschaftlich fundiert auf kulturrassistische und antiziganistische Muster und Traditionen hin zu untersuchen. Hierbei werden zugleich weiterreichende Arbeiten und Überlegungen in rassismuskritischer, sowie Antisemitismus- und postcolonial studies-Perspektive miteinbezogen.

Katharina Peters hat von 2015 bis 2018 an der Technischen Universität Dortmund Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften im Master studiert. Seit 2018 arbeitet sie am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. 2019 erschien unter ihrer Mitarbeit der Sammelband „NICHTS GELERNT?! Konstruktion und Kontinuität des Antiziganismus.“ Im Auftrag der von der Bundesregierung eingesetzten unabhängigen Kommission Antiziganismus hat Peters eine Expertise zum Thema „Diskursivierung von ‚Sinti und Roma‘ und ‚Antiziganismus‘ in Bundestagsdebatten von 2010-2019“ angefertigt, die im Rahmen des Berichts 2021 erscheinen wird und deren Ergebnisse vorher schon in den Abschlussbericht der Kommission einfließen werden.

Der Augsburger Wissenschaftspreis

Der Augsburger Wissenschaftspreis für interkulturelle Studien, der 1997 auf Initiative des Gründers von FiLL e. V., des Unternehmers und späteren Augsburger Friedenspreisträgers Helmut Hartmann, erstmals ausgeschrieben wurde, zeichnet hervorragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus, deren Forschung sich mit der interkulturellen Wirklichkeit in Deutschland und den damit zusammenhängenden Fragen und Herausforderungen auseinandersetzt.

Die Ausschreibung wendet sich an alle wissenschaftlichen Disziplinen und will in besonderer Weise interdisziplinär und innovativ angelegte Qualifikationsarbeiten prämieren. Mit der Vergabe des Preises sollen Anreize für thematisch einschlägige Forschungsarbeiten gegeben und interkulturelle Fragestellungen besonders gefördert werden. Damit ist das Anliegen verbunden, dass die Wissenschaft Forschungsergebnisse bereitstellt, die einen Beitrag zum besseren Verständnis einer von „Diversity“ geprägten Gesellschaft und den hier notwendig werdenden Gestaltungsformen leisten. Durch die Auszeichnung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird die Bedeutsamkeit interkultureller Studien für ein friedliches Zusammenleben in offenen Gesellschaften hervorgehoben und die wissenschaftliche Entwicklung im Hinblick darauf unterstützt und vorangetrieben.

Jetzt für 2021 bewerben

Die Ausschreibung für den Preis 2021 ist bereits für Bewerbungen offen. Bewerbungsschluss ist der 23. Dezember 2020. Weitere Informationen finden Sie unter: www.uni-augsburg.de/de/ueber-uns/ehrungen/preise/augsburger-wisspreis-interkulturell/


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Gesellschaft, Kulturwissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch


Quelle: IDW