Psychisch fit trotz Corona: Drei einfache Maßnahmen, die der Psyche gut tun können

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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03.11.2020 09:03

Psychisch fit trotz Corona: Drei einfache Maßnahmen, die der Psyche gut tun können

Die neuen Einschränkungen lösen – genau wie der Lockdown im ersten Teil des Jahres – viele Emotionen aus und bringen einige von uns an die Grenze der Frustrationstoleranz. Wir sind erneut angehalten uns nicht in Gruppen zu treffen, können Freizeitangebote nicht wahrnehmen und sehen uns auch in weiteren Lebensbereichen mit einer empfundenen Einschränkung der eigenen Selbstbestimmung konfrontiert. – von Prof. Dr. Sabrina Krauss.

In den Medien werden zunehmend die psychischen Auswirkungen der diesjährigen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des neuen Virus diskutiert. Dass es Auswirkungen gab und weiter geben wird, ist unstrittig. Doch um zu ermitteln, wie sich diese Auswirkungen en détail beschreiben und beziffern lassen, bedarf es zunächst weiterer, aussagekräftiger Studien und damit verbunden auch belastbarer Daten. Doch statt sich nur auf das Abwarten und die negativen Seiten der momentanen Situation zu konzentrieren, können wir unsere Psyche z.B. durch die folgenden Maßnahmen stärken und schützen:

Erstens sollte man dem Tag eine Struktur geben. Wenn viele Freizeitaktivitäten nicht mehr möglich sind, kann Langeweile und Orientierungslosigkeit aufkommen. Um dem entgegen zu wirken, sollten wir dem Tag Struktur geben. Das heißt konkret: schon am Abend zuvor überlegen, was man am folgenden Tag tun möchte und wann.

Zweitens sollte an den eigenen Fokus steuern. Die aktuelle Situation verlangt uns einiges ab und viele von uns sind geneigt, dadurch in eine generalisierte Schwarzmalerei zu verfallen. Diese Verdunkelung, einer sonst neutraleren Sichtweise, ist menschlich, dennoch nicht wirklich nützlich. Wer den aufkommenden Stimmungstiefs etwas entgegensetzen möchte, kann sich am Ende eines jeden Tages einmal bewusst machen, was an diesem Tag – trotz aller Widrigkeiten – gut war. Das können kleine Dinge sein, wie ein geführtes Gespräch, ein Fortschritt in der Ausführung eines Hobbies oder auch ein schönes Spiel mit den eigenen Kindern. Sich auf die Dinge zu konzentrieren, die gut gelaufen sind, setzt ein Gegengewicht zu den empfundenen Unannehmlichkeiten und kann so im Inneren für Balance sorgen.

Drittens sollte man externalisieren, also die Gedanken aus dem Kopf lassen. Wenn Sie den ganzen Tag an etwas „herum denken“, findet oft keine Verbesserung der Situation, sondern eine Verschlechterung des eigenen emotionalen Zustandes statt. Leicht gleitet man auf diese Weise von noch funktionalem Nachdenken – welches das Finden einer Lösung zum Ziel hat – in „Grübel-Spiralen“ ab. Statt also die Gedanken im Kopf hin und her zu wälzen, empfiehlt es sich, diese zum Beispiel einmal aufzuschreiben. Durch das Aufschreiben werden die Gedanken „externalisiert“, d.h. sie verlassen den Kopf und können nun einmal auf eine andere Weise betrachtet werden. Diese Art mit Gedanken oder Sorgen umzugehen, kann durchaus hilfreich sein. Wer nicht gerne schreibt, kann es auch einmal mit der Aufnahme eines Audios versuchen.

Wenn die Umsetzung der hier empfohlenen Maßnahmen-Tipps nicht sofort funktionieren mag, sollten wir geduldig sein. Das Einüben neuer Denk- und Handlungsweisen erfolgt oft nicht unmittelbar – aber vielleicht haben wir ja gerade jetzt viel Zeit zum Üben.

Zur Autorin:
Prof. Dr. Sabrina Krauss ist Professorin für Psychologie und Studiengangleiterin für die Studiengänge „Arbeits- und Organisationspsychologie“ und „Psychologie“ an der SRH Hochschule Hamm. Sie ist seit mehr als 10 Jahren psychologische Beraterin unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen, insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Change Management.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Psychologie
überregional
Schule und Wissenschaft, Studium und Lehre
Deutsch


Quelle: IDW