Revolution im städtischen Luftraum?

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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23.02.2021 12:00

Revolution im städtischen Luftraum?

Wissenschaft im Dialog und Technische Universität Berlin veröffentlichen zwölf Handlungsempfehlungen zur möglichen Integration von Lieferdrohnen und Flugtaxis in den Verkehr deutscher Städte

Staus, überfüllte U-Bahnen, fehlende Parkplätze für Paketboten – das Verkehrssystem in deutschen Städten kommt in Nicht-Pandemie-Zeiten regelmäßig an seine Grenzen. Eine Lösung könnte sein, einen Teil des städtischen Verkehrs durch die Nutzung von Lieferdrohnen und Flugtaxis in die Luft zu verlagern. Kann das funktionieren? Das gemeinsame Forschungsprojekt Sky Limits von Wissenschaft im Dialog (WiD) und Technischer Universität Berlin (TU) beschäftigte sich in den vergangenen zwei Jahren mit Chancen, Herausforderungen und Risiken, die durch Lieferdrohnen und Flugtaxis in Städten entstehen könnten. Zum Abschluss des Projekts veröffentlichen WiD und TU zwölf Handlungsempfehlungen rund um eine mögliche Erschließung des urbanen Luftraums als „dritter Verkehrsebene“. Wissenschaftliche Grundlage der Empfehlungen bilden die gesammelten Erkenntnisse aus Literaturanalysen, umfassenden Bevölkerungsbefragungen und Beteiligungsformaten.

„Aktuell wird die Debatte rund um eine Nutzung von Drohnen besonders von wirtschaftlichen Akteuren vorangetrieben. Gleichzeitig fehlt es an einer wissenschaftlichen Validierung der Mehrwerte, welche die Hersteller der Bevölkerung durch die Technologie versprechen. In die Debatte müssen daher viel stärker unterschiedliche Perspektiven und mitunter konkurrierende Zukunftsbilder einbezogen werden“, sagt Dr. Robin Kellermann, Projektkoordinator von der Technischen Universität Berlin. In den Handlungsempfehlungen plädiert das Projektteam entsprechend dafür, eine mögliche Einführung von Lieferdrohnen und Flugtaxis zukünftig stärker mit der Bevölkerung zu diskutieren, da diese dadurch unmittelbar betroffen wäre.

„Vor allem die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sind hier in der Verantwortung. Für sie gilt es nun, Bevölkerung und Kommunen in die Diskussion über die Nutzung von Lieferdrohnen und Flugtaxis einzubinden, beispielsweise in Bürgerräten“, so Nico Dannenberger, Projektleiter von Sky Limits bei Wissenschaft im Dialog. Mögliche soziale, ökonomische und ökologische Folgen der neuen Technik sollten – so eine weitere Handlungsempfehlung – fortlaufend untersucht werden. Auch müsse beispielsweise verbindlich geklärt werden, welche Regeln im urbanen Luftraum als neuer Verkehrsebene gelten sollten.

Die Frage, inwiefern die Einführung von Transportdrohnen von der Bevölkerung befürwortet wird, war ebenfalls Teil der Untersuchungen im Rahmen des Sky Limits-Projekts. So zeigt eine im Jahr 2020 durchgeführte repräsentative Bevölkerungsumfrage, dass die Mehrheit der Deutschen den Einsatz von Lieferdrohnen (55 Prozent) und Flugtaxis (62 Prozent) grundsätzlich ablehnt. Lediglich bei medizinischen Notfällen kann sich die Mehrheit vorstellen, dass Drohnen Medikamente liefern (63 Prozent) oder Flugtaxis Kranke transportieren (65 Prozent). Das Projektteam von Sky Limits rät daher in seinen Empfehlungen, bei der Weiterentwicklung der Technologie auch die von der Gesellschaft gewünschten Grenzen der Nutzung mitzudenken, und empfiehlt, den Einsatz von Transportdrohnen ausschließlich auf medizinische Notfälle zu beschränken.

Die Handlungsempfehlungen sollen als Auftakt dienen für eine öffentliche Diskussion über eine mögliche Erschließung des unteren Luftraums als neuer Verkehrsebene. Sie richten sich an Politik, Wirtschaft sowie Stadt- und Verkehrsplanung.

Sky Limits ist ein gemeinsames Projekt von Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin), das für eine Dauer von zwei Jahren im Rahmen der Innovations- und Technikanalyse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wurde (Förderkennzeichen 16ITA216B). In den Jahren 2019 und 2020 wurden im Projekt Chancen und Herausforderungen durch Transportdrohnen systematisch erfasst und untersucht. Das interdisziplinäre Forschungsteam bewegte sich dabei an der Schnittstelle von Technikfolgenabschätzung, Zukunftsforschung und sozialwissenschaftlicher Mobilitätsforschung.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Wissenschaft im Dialog
Projektleitung Sky Limits
Nico Dannenberger
Tel.: 030 2062295-24
nico.dannenberger@w-i-d.de

TU Berlin
Verbundkoordination Sky Limits
Dr. Robin Kellermann
Tel.: 030 31424373
robin.kellermann@tu-berlin.de


Weitere Informationen:

http://bit.ly/3kdNWtN Download der Handlungsempfehlungen
http://skylimits.info Weitere Informationen zum Projekt Sky Limits
https://skylimits.info/wp-content/uploads/2020/06/Sky-Limits_Ergebnispr%C3%A4sen… Bevölkerungsumfrage 2020


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, jedermann
Gesellschaft, Politik, Verkehr / Transport, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW