Rückkehr zum digitalen Lernen: Was Schulen und Eltern jetzt beachten sollten

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08.12.2020 15:00

Rückkehr zum digitalen Lernen: Was Schulen und Eltern jetzt beachten sollten

Durch die temporären Schließungen von Schulen im Frühjahr dieses Jahres kam es deutschlandweit dazu, dass Eltern das Homeschooling ihrer Kinder betreuen mussten. Bei einer Corona-Zusatzbefragung im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS – National Educational Panel Study), der größten Langzeit-Bildungsstudie in Deutschland, haben 1.452 Eltern von Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse berichtet, wie sie diese Zeit erlebt haben. Die Auswertungen zeigen, welche Auswirkungen des Homeschoolings beachtet werden müssen.

Relevant wird dies beispielsweise im Modell des Wechselunterrichts, der in Bayern ab dem 9. Dezember wieder eingeführt wird oder angesichts der Schulschließungen in Sachsen ab kommenden Montag.

Weniger Lernzeit
Im Frühjahr war, unabhängig von der Schulform, überall derselbe Effekt zu beobachten: Ohne die standardisierten Lernbedingungen und die Stundentafeln der Schule investierten Schülerinnen und Schüler deutlich weniger Zeit in schulische Lernaktivitäten. So berichteten die im Rahmen des NEPS befragten Eltern, dass ihre Kinder durchschnittlich 16 Stunden pro Woche zu Hause gelernt hätten. Ein Fünftel der Kinder kam gerade einmal auf acht Stunden Lernzeit in der Woche. Die in jedem Fall deutlich geringere Lernzeit sollten Eltern und Lehrende einkalkulieren.

Individuelle Lernförderung
Wenn Klassen jetzt wieder in den Fernunterricht wechseln, kommt es darauf an, genau hinzuschauen: Wie unterscheiden sich die Voraussetzungen zu Hause, und welchen Einfluss haben diese auf die realen Lernzeiten, wenn die Kinder und Jugendlichen eigenständig lernen sollen?

Prof. Dr. Cordula Artelt, die Direktorin des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe, fordert deshalb: „Um für die Verbindung von Präsenz- und Distanzlernen gerüstet zu sein, müssen verstärkt Elemente der Lernförderung – Feedback, altersgerechte Motivierung und Unterstützung – in die schulischen Angebote für den virtuellen Unterricht und das häusliche Lernen einfließen. Gerade die Förderung von leistungsschwachen Kindern sollte hier oberste Priorität haben.“

Die Eltern nicht vergessen
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Schülerinnen und Schüler in der Zeit des Distanzlernens sind die Eltern. Sind sie zufrieden mit der Unterstützung durch die Schule, schätzen Sie den Lernerfolg ihrer Kinder besser ein. Die NEPS-Auswertungen zeigen: Eltern erlebten die Belastungen und Herausforderungen im Frühjahr als besser bewältigbar, wenn sie sich selbst dazu in der Lage sahen, ihre Kinder beim Lernen zu Hause gut unterstützen zu können. Allerdings schätzten ungefähr ein Viertel der Eltern ihre Fähigkeiten zur inhaltlichen Unterstützung ihrer Kinder als (eher) unzureichend ein. Hier können und sollten die Schulen mit zusätzlichen Hilfsangeboten für die Eltern ansetzen. Ein weiterer wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang ist für die Eltern die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Hier zeigen die NEPS-Auswertungen, dass von der Flexibilisierung der Arbeitsorte und Arbeitszeiten vor allem Hochgebildete profitieren.

Die vollständigen Auswertungen sind auf www.lifbi.de/Corona zu finden:

NEPS – Corona & Bildung, Bericht Nr. 1: „Corona-bedingte Schulschließungen… – und nun funktioniert alles digital?“

NEPS – Corona & Bildung, Bericht Nr. 2: „Erwerbsleben in der Corona-Krise: Welche Rolle spielen Bildungsunterschiede?“

NEPS – Corona & Bildung, Bericht Nr. 4:„Zufriedenheit in unruhigen Zeiten: Welche Rolle die Kommunikation zwischen Eltern und Schulen während der Schulschließungen gespielt hat“


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Florian Mayer
Telefon: +49 951 863-3573
Mobil: +49 172 911 82 84
E-Mail: kommunikation@lifbi.de
www.lifbi.de/Kommunikaton


Anhang

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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Schule und Wissenschaft
Deutsch


Quelle: IDW