Sprache verleiht Flügel – Neu an der UDE: Tobias Schroedler

Literature advertisement

Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

Hier geht es weiter …

 



Teilen: 

27.11.2020 10:58

Sprache verleiht Flügel – Neu an der UDE: Tobias Schroedler

Die deutsche Sprache ist zwar schwer – andere aber auch. „Je mehr man beherrscht, desto eher ergeben sich Chancen bei der Jobsuche, auch in anderen Ländern“, sagt Tobias Schroedler. Er ist neuer Juniorprofessor für Mehrsprachigkeit und gesellschaftliche Teilhabe an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen (UDE). Er untersucht den Wert von Sprachen und wie sich das auf ihren Erhalt auswirkt. Zudem möchte er Lehramtsstudierenden Kompetenzen für einen sprachsensiblen Fachunterricht vermitteln.

Tobias Schroedler studierte Englisch- und Sportwissenschaft (2005-2009) an den Universitäten Wuppertal und Duisburg-Essen sowie Englische Literatur-/ Sprachwissenschaft (2007/08) an der britischen University of Hull. Für seinen Master (2009/10) am renommierten Trinity College Dublin beschäftigte er sich mit Deutsch lernenden Erwachsenen. „Da wurde mir oft gesagt, wie nützlich unsere Sprache ist und dass man damit gute Chancen auf dem irischen Arbeitsmarkt habe“, sagt er. Seine Promotion (2015) schrieb er über die Bedeutung von Fremdsprachen für die irische Wirtschaft. Vor der UDE-Berufung forschte er seit 2015 an der Universität Hamburg und war unter anderem Gastwissenschaftler an den Universitäten Sydney (2018), Stellenbosch (2019) und Pretoria (2019), beide Südafrika.

Tobias Schroedler glaubt nicht an den unterschiedlichen Wert oder gar Ranglisten von Sprachen. „Das ist irreführend, wenn nicht falsch.“ Oft gelten Englisch, Französisch oder Spanisch als prestigeträchtiger als die Herkunftssprachen von Zugezogenen. Es müsse klar sein, dass gesellschaftliche Mehrsprachigkeit an manchen Stellen nutzbar und geschätzt wird. Daran entscheide sich auch, ob Familien mit Migrationshintergrund ihre Sprache an die Kinder weitergeben. An der UDE möchte der 36-Jährige interdisziplinär untersuchen, wo, wie und wann sie auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft bessere Chancen ermöglichen.

Des Weiteren plant Professor Schroedler, UDE-Lehramtsstudierende optimal auf ihren Beruf vorzubereiten. Dazu möchte er an Schulen empirisch erforschen, was junge Lehrkräfte nach Eintritt in die Praxis beim Unterrichten wichtig finden, wenn die Kinder Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sprechen. „Durch die Analyse ihres Berufsalltags können wir herausfinden, wie wir angehende Lehrkräfte befähigen können, besser mit DaZ und Mehrsprachigkeit in ihrem Unterricht umzugehen“, erklärt er.

Hinweis für die Redaktion:
Ein Foto von Prof. Dr.Tobias Schroedler (Fotonachweis: UDE/Frank Preuß) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: https://www.uni-due.de/imperia/md/images/pool-ps/downloads/2020-11-27_schroedler…

Redaktion: Alexandra Nießen, Tel. 0203/37 9-1487, alexandra.niessen@uni-due.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Tobias Schroedler, Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Tel. 0201/18 3-6620, tobias.schroedler@uni-due.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
Sprache / Literatur
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Personalia
Deutsch


Quelle: IDW