Studie zur Lebensqualität ausgezeichnet

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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11.12.2020 14:45

Studie zur Lebensqualität ausgezeichnet

Der Zusammenhang zwischen der finanziellen Situation in der Kindheit und der späteren Lebensqualität ist bislang wenig untersucht. Dr. Claudia Börnhorst vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS hat diese Verbindung in einer Studie genauer untersucht. Sie kommt darin zu einem Ergebnis, das eine strukturelle Ungerechtigkeit aufzeigt, aber auch eine mögliche Lösung dafür anbietet. Für die Studie wurde die Wissenschaftlerin heute mit dem Quality-of-Life-Preis 2020 ausgezeichnet.

Egal, ob Ernährung, Bewegung oder Bildung – zahlreiche Studien konnten bereits zeigen, dass die Lebensumstände in der Kindheit langfristige Folgen haben können, die oft sogar bis ins hohe Alter andauern. Über welche Wirkungswege die Lebensumstände in der Kindheit mit der späteren Lebensqualität zusammenhängen, ist bislang jedoch oft unklar. Dieser schwer zu beantwortenden Frage ging Börnhorst mit ihren zwei Mitautorinnen Anne Mensen und Dr. Dörte Heger vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung nach. Sie wollten wissen: Über welche Faktoren hängt die finanzielle Situation im Kindesalter mit der Lebensqualität im Alter zusammen? Welche Rolle spielen hier der erzielte Bildungsstatus, das spätere Einkommen sowie der Gesundheitsstatus im Alter? Gibt es Unterschiede innerhalb Europas?

Die Analysen basieren auf den Daten von 13.092 Rentnerinnen und Rentnern im Alter zwischen 60 und 85 Jahren aus der fünften Welle des Survey of Health, Aging, and Retirement in Europe (SHARE). Berücksichtigt wurden Informationen über zum Beispiel Gesundheit, Bildungsniveau, finanzielle Situation und Lebensqualität für fünf europäische Regionen: Mittelwesteuropa (Österreich, Deutschland), Mittelosteuropa (Tschechische Republik, Estland, Slowenien), Nordeuropa (Dänemark, Schweden), Südeuropa (Italien, Spanien) und Westeuropa (Belgien, Frankreich, Niederlande).

Ausgeprägtes Nord-Süd-Gefälle

„Wir haben sogenannte Pfadanalysen verwendet, um die direkten und indirekten Auswirkungen von Gegebenheiten im Kindesalter auf die Lebensqualität im Alter zu untersuchen“, erklärt Börnhorst. Sie ergänzt: „Wir konnten dabei feststellen, dass die Lebensqualität von Rentnerinnen und Rentnern in allen fünf europäischen Regionen mit der finanziellen Situation in der Kindheit zusammenhängt. Wir fanden zudem ein starkes Nord-Süd-Gefälle, das heißt in Südeuropa ist der Zusammenhang zwischen finanzieller Situation im Kindesalter und Lebensqualität im Alter deutlich ausgeprägter als in Nordeuropa. Eine mögliche Erklärung für die regionalen Unterschiede sind etwa Unterschiede in den Wohlfahrts- und Bildungssystemen der Länder. Das ist letztlich eine gute Botschaft, die zeigt: Mit den richtigen staatlichen Systemen ist es möglich, ungerechte Startbedingungen im Verlauf des Lebens auszugleichen.“

„Diese Studie bestätigt, was auch unsere anderen Forschungsarbeiten etwa zum kindlichen Ess- oder Bewegungsverhalten nahelegen: Schon früh im Leben werden Wege eingeschlagen, die sich ohne gezielte Hilfe nur schwer verändern lassen“, sagt Prof. Dr. Iris Pigeot, Direktorin des BIPS und dort Leiterin der Abteilung Biometrie und EDV. „Genau solche Grundlagenforschung ist nötig, um Ursachen von Gesundheitsstörungen aufzudecken und wirksame Strategien zur Prävention chronischer, nichtübertragbarer Erkrankungen zu entwickeln. Ich freue mich darum besonders, dass diese wichtige Arbeit mit einem Preis belohnt wird.“

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Quality-of-Life-Preis wird jährlich durch das Pharmaunternehmen Lilly Deutschland verliehen. Er prämiert in der Regel vier herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Lebensqualitätsforschung.

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie informiert die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 96 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. rer. nat. Claudia Börnhorst
Telefon:
+49 (0)421 218-56-946
E-Mail:
boern(at)leibniz-bips.de


Originalpublikation:

Börnhorst C, Heger D, Mensen A. Associations of childhood health and financial situation with quality of life after retirement – Regional variation across Europe. PLOS ONE. 2019;14(4):e0214383. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0214383


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Ernährung / Gesundheit / Pflege
überregional
Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch


Quelle: IDW