US-Klimapolitik: Bidens ambitionierte Pläne kommen EU entgegen

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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10.11.2020 10:12

US-Klimapolitik: Bidens ambitionierte Pläne kommen EU entgegen

IfW-Umweltökonomin Sonja Peterson (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/sonja-peterson/), Global Commons und Klimapolitik, IfW Kiel, kommentiert die Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahl in Bezug auf die Klimapolitik:

Ausgehend vom Wahlprogramm sind von einer Regierung Biden angemessene und ambitionierte Schritte in der Klimapolitik zu erwarten vergleichbar mit denen im „Green Deal“ der EU. So sollen die USA dem Wahlprogramm zufolge bis spätestens 2050 treibhausgasneutral werden, und der Stromsektor soll bereits 2035 CO2-frei sein. Um dies zu erreichen, will Biden unter anderem Forschung, Entwicklung und Innovationen in saubere Energie fördern und in den nächsten 10 Jahren 1,7 Billionen US-Dollar Bundesmittel bereitstellen. Alle Infrastrukturinvestitionen im Transport, Gebäude- und Stromsektor sollen mit Rücksicht auf Emissionsreduzierung und Resilienz gegen den Klimawandel getätigt werden.

Biden ist ein Pionier der Klimaschutzgesetzgebung. Schon 1987 als Senator für Delaware hat er die erste Klimaschutzgesetzgebung unterstützt. Nun hat er Weichenstellungen angekündigt, damit die Ziele von Paris erreichbar bleiben. Sein Bekenntnis zu diesen Zielen hätte nicht deutlicher ausfallen können: Schon am Tag des Austritts der USA aus dem Abkommen direkt nach der Wahl, stellte Biden den Wiedereintritt bei einem potenziellen Amtseintritt im Januar 2021 auf den Tag genau in Aussicht.

Biden wird sich jetzt daran messen lassen müssen, ob er diese ambitionierten Ziele umsetzen kann. Wünschenswert wäre, dass er dabei auch auf zentral von prominenten US-Ökonominnen und Ökonomen nachdrücklich geforderte Bepreisung von Treibhausgasen setzt. Dies ist in den USA, die staatlicher Regulierung generell kritisch gegenüberstehen, seit langem politisch ein kontroverses Thema und Biden spricht bislang nur von einem „Umsetzungsmechanismus“. Hier sollte Biden als President-elect Farbe bekennen und seinem Ruf als Pionier für den Klimaschutz gerecht werden. Ein Preismechanismus für CO2 in den USA könnte dem Instrument weltweit neuen Schwung verleihen und würde auch verhindern, dass die EU im Zuge des geplanten Grenzausgleichs Importe aus den USA mit einem CO2-Preis versehen müsste.

Medienansprechpartnerin:
Elisabeth Radke
Pressesprecherin
T +49 431 8814-598
elisabeth.radke@ifw-kiel.de

Institut für Weltwirtschaft
Kiellinie 66 | 24105 Kiel
T +49 (431) 8814-774
F +49 (431) 8814-500

www.ifw-kiel.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Sonja Peterson
Global Commons und Klimapolitik
T+49 431 8814-774
sonja.peterson@ifw-kiel.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


Quelle: IDW