Vegane Ernährung – eine Frage der Werte

Literature advertisement

Wege zur physikalischen Erkenntnis

Diese erweiterte Neuauflage des Buchs „Wege zur physikalischen Erkenntnis“ enthält neben der wissenschaftlichen Selbstbiographie folgende Vorträge:

Die Einheit des physikalischen Weltbildes.
Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung.
Neue Bahnen der physikalischen Erkenntnis.
Dynamische und statistische Gesetzmäßigkeit.
Das Prinzip der kleinsten Wirkung.
Verhältnis der Theorien zueinander.
Das Wesen des Lichts.
Die Entstehung und weitere Entwicklung der Quantentheorie.
Kausalgesetz und Willensfreiheit.
Vom Relativen zum Absoluten.
Physikalische Gesetzlichkeit.
Das Weltbild der neuen Physik.
Positivismus und reale Außenwelt.
Wissenschaft und Glaube.
Die Kausalität in der Natur.
Ursprung und Auswirkung wissenschaftlicher Ideen.
Die Physik im Kampf um die Weltanschauung.
Vom Wesen der Willensfreiheit.
Religion und Naturwissenschaft.
Determinismus oder Indeterminismus.
Sinn und Grenzen der exakten Wissenschaft.
Scheinprobleme der Wissenschaft.
Wissenschaftliche Selbstbiographie.

Hier geht es weiter …



Teilen: 

15.12.2020 11:19

Vegane Ernährung – eine Frage der Werte

Schwerpunkt der neuen Ausgabe des BfR-Wissenschaftsmagazins BfR2GO ist das Thema Veganismus

In Deutschland verzichten immer mehr Menschen auf Lebensmittel tierischen Ursprungs. Was bewegt sie dazu? Und welche Auswirkungen hat der Verzicht auf ihre Gesundheit? Dies ist Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins BfR2GO. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einerseits Einstellungen und Motive untersucht, andererseits Zusammenhänge zwischen einer veganen Ernährung und der Nährstoffversorgung erforscht. „Das Hauptmotiv für Veganismus ist ein ethisches. Vielen Veganerinnen und Veganern geht es um die Vermeidung von Tierleid; gesundheitliche und ökologische Gründe wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit kommen direkt danach“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Bei der Nährstoffversorgung von Erwachsenen zeigte sich: „Vitamin B12 wird gut ergänzt, Jod ist das Sorgenkind.“ Weitere Themen in der neuen Ausgabe: ein Interview mit dem Risikoforscher Gerd Gigerenzer zum Umgang mit der Ungewissheit in der Corona-Pandemie, Herausforderungen beim Einsatz von Desinfektionsmitteln in der Lebensmittelherstellung und aktuelle Forschungsvorhaben, um Tierversuche zu verringern.

BfR2GO 2/2020:

https://www.bfr.bund.de/cm/350/bfr-2-go-ausgabe-2-2020.pdf

Wer kennt sie nicht – die Diskussionen um das Tofu-Würstchen auf dem Grill? Unsere Ernährung liefert Stoff für leidenschaftliche Kontroversen. Leserinnen und Leser der neuen Ausgabe des BfR2GO können im Schwerpunkt Veganismus wissenschaftliche Fakten für den nächsten Meinungsaustausch sammeln. Das BfR hat das Thema mit mehreren Studien aus unterschiedlichen Blickwinkeln erforscht. Zwar stehen ethische Überlegungen eindeutig im Vordergrund, für rund ein Viertel der Veganerinnen und Veganer ist aber auch der wahrgenommene gesundheitliche Nutzen ein Entscheidungskriterium. Doch gerade an den gesundheitlichen Aspekten einer veganen Ernährung scheiden sich die Geister. Nur wenige Studien gingen bislang zu den gesundheitlichen Risiken und Vorteilen einer veganen Ernährung in die Tiefe. Die Ergebnisse der BfR-Studie mit 36 vegan und 36 Mischkost essenden Personen geben erste Hinweise auf die aktuelle Situation der Nährstoffversorgung von sich vegan ernährenden Erwachsenen. Sie zeigen ein gemischtes Bild. Besonders auffällig waren die Studienergebnisse in Bezug auf das Spurenelement Jod. Die Mehrzahl der Teilnehmenden war unterversorgt. Der Mangel war bei den Veganerinnen und Veganern jedoch deutlich ausgeprägter. Hingegen waren sie trotz sehr geringer Aufnahme von Vitamin B12 über Lebensmittel in der Regel ausreichend mit dem Vitamin versorgt. Die von den Probanden angegebene Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel dürfte der Grund dafür sein. Es besteht weiterhin großer Forschungsbedarf, welchen Einfluss die vegane Ernährung auf die Nährstoffversorgung hat. Dies gilt nicht nur für Erwachsene. Insbesondere auch bei vulnerablen Gruppen wie Schwangeren, Stillenden, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen, sollte dies weiter untersucht werden.

Der Umgang mit der Corona-Pandemie ist ein weiteres Thema der siebten BfR2GO-Ausgabe. Seit Ausbruch der Pandemie untersucht das BfR mit dem BfR-Corona-Monitor, wie Menschen mit dem Risiko „Corona“ leben. Er zeigt unter anderem, dass Corona Einzug in den Alltag gefunden hat und die gängigen Schutzmaßnahmen für viele zur Routine geworden sind. Der prominente Berliner Psychologe und Risikoforscher Gerd Gigerenzer erklärt im Interview, warum die anfänglichen Corona-Prognosen danebenlagen und wie wir vernünftig mit der Ungewissheit umgehen können.

Außerdem im neuen BfR2GO: wie Desinfektionsmittel Antibiotikaresistenzen fördern, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei Alternativen zum Plastiktrinkhalm achten sollten, wie Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Obst und Gemüse zugelassen und kontrolliert werden und eine Übersicht aktueller Forschungsvorhaben, um Tierversuche zu verringern.

Kompakt und bis zum Rand gefüllt mit Wissen liefert das Wissenschaftsmagazin BfR2GO aktuelle und fundierte Informationen über die Forschung und deren Bewertung im gesundheitlichen Verbraucherschutz und zum Schutz von Versuchstieren. Jede Ausgabe von BfR2GO stellt ein Thema aus einem aktuellen Arbeitsbereich des BfR in einem Schwerpunkt vor. Daneben gibt es Berichte, Interviews und Meldungen aus sämtlichen Arbeitsgebieten des BfR.

Das Wissenschaftsmagazin BfR2GO erscheint zweimal im Jahr in deutscher und englischer Sprache. Es wird auf der BfR-Webseite veröffentlicht und kann von dort kostenlos heruntergeladen oder direkt bestellt werden. Darüber hinaus können sich Interessentinnen und Interessenten für ein kostenloses Abonnement anmelden.

http://www.bfr.bund.de/de/wissenschaftsmagazin_bfr2go.html

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch


Quelle: IDW