Soziologie im Auftrag des Präsidenten

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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28.06.2021 15:48

Soziologie im Auftrag des Präsidenten

Die Soziologin Prof. Dr. Claudia Diehl von der Universität Konstanz berichtet im Interview von ihrer Mitwirkung in der Blanchard-Tirole-Kommission, einer Expertenkommission des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, die in dieser Woche ihre Arbeit abgeschlossen hat.

Klima, Ungleichheit, demografischer Wandel, so lauteten die drei Themengebiete, die Emmanuel Macron als die zentralen Problemfelder der Zukunft ausgemacht hatte. Im Juni 2020 berief er eine Kommission internationaler Expert*innen ein, um sich diesen Problemen zu widmen. 26 Forschende – vorrangig Ökonominnen und Ökonomen unter Leitung von Prof. Dr. Olivier Blanchard und Prof. Dr. Jean Tirole – sollten dem französischen Präsidenten binnen Jahresfrist Empfehlungen vorlegen, wie die Herausforderungen in diesen Bereichen zu meistern wären.

Prof. Dr. Claudia Diehl, Mikrosoziologin und Co-Sprecherin des Exzellenzclusters „The Politics of Inequality“ an der Universität Konstanz, wurde in die Kommission berufen und verantwortete als Leitautorin das Demografie-Kapitel des Berichts, der vergangene Woche erschien, am 23. Juni 2021.

Ihre Empfehlungen an den französischen Präsidenten lauten: Zugewanderten bessere Qualifikationen ermöglichen; die Schulen in die Pflicht nehmen, um Bildungsungerechtigkeiten zu beseitigen; Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt dokumentieren. Im Interview erzählt sie von der Arbeit in der Kommission, bekräftigt die Notwendigkeit, als Forscherin auf Gesellschaft und Politik zuzugehen, und verrät, welche Rolle die Soziologie für die Wirtschaftspolitik spielt.

Das vollständige Interview können Sie im Online-Magazin der Universität Konstanz campus.kn nachlesen:
https://www.campus.uni-konstanz.de/wortwechsel/soziologie-im-auftrag-des-praesid…

Faktenübersicht:
• Prof. Dr. Claudia Diehl ist Professorin für Mikrosoziologie an der Universität Konstanz und Co-Sprecherin des Exzellenzclusters „The Politics of Inequality“. Ihre Forschungsinteressen umfassen soziokulturelle Einflüsse auf den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern, Eingliederung von Zuwanderern, ethnische Grenzziehungen, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung sowie internationale Migration.
• Claudia Diehl wurde im Juni 2020 vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron in eine Expertenkommission zur Bewältigung der „Grands Défis Économiques“ berufen, der zentralen ökonomischen Herausforderungen. Sie hat bereits in zahlreichen politikberatenden Gremien mitgewirkt.
• Bericht der Blanchard-Tirole-Kommission (frz.): https://www.strategie.gouv.fr/publications/grands-defis-economiques-commission-i…
• campus.kn ist das Online-Magazin der Universität Konstanz. Wir berichten darin multimedial über aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung, Studium und Lehre sowie aus dem Campusleben der Universität.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Universität Konstanz
Kommunikation und Marketing
Telefon: + 49 7531 88-3603
E-Mail: kum@uni-konstanz.de

– uni.kn


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Gesellschaft, Philosophie / Ethik
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
Deutsch


Quelle: IDW