Auch SARS-CoV-2-positive Mütter und ihre Babys profitieren von wissenschaftlich gesichertem Stillmanagement

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Phänomen Naturgesetze

Was uns an den beinahe mythischen Denkern der antiken Welt so fasziniert, ist die wundervolle, abgeschlossene Einheit ihres Weltbildes. Mit welcher prachtvollen Gebärde steht einer dieser Denker vor uns, der legendenumrankte Pythagoras etwa, und sagt mit kühlem, unbeirrbarem Blick: Ich halte das Weltgeheimnis in den Händen.
Und hier beginnen die Ziele des vorliegenden Werkes. Es erblickt seine Aufgabe darin, in einem Umfang, der sich noch durcharbeiten lässt, ein wirkliches Verständnis der Welterscheinungen zu geben, soweit die Wissenschaft ein solches besitzt.
Es will gerade das bieten, was man in den vielen Werken über die Welt vergeblich sucht, weil diese den Ehrgeiz haben, möglichst viele Tatsachen zu bringen, deren Verarbeitung dann dem Leser überlassen bleibt.
Hier dagegen wird ein prinzipiell anderer Weg beschritten; die Tatsachen sind nur Hilfsmittel und nicht Endzweck. Es wird genau die Auswahl dessen geboten, was von dem gesamten sicheren Wissen zum Verständnis unseres naturwissenschaftlichen „Weltbildes“ notwendig ist.
Und der Leser dieses Buches kann wie Pythagoras mit unbeirrbaren Augen in die Welt blicken, denn er hält ihr Geheimnis in seinen Händen.

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19.03.2021 16:03

Auch SARS-CoV-2-positive Mütter und ihre Babys profitieren von wissenschaftlich gesichertem Stillmanagement

Wie hat sich das Stillmanagement während der COVID-19-Pandemie in Deutschland ein Jahr nach Beginn der Pandemie verändert? Dieser Frage sind jetzt Wissenschaftler der Klinik für Geburtsmedizin am Uniklinikum Jena nachgegangen. Gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung Thüringen befragten die Forscher im Januar 2021 im Rahmen einer anonymen Umfrage 101 mitteldeutsche Entbindungskliniken in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Berlin, im März 2021 – Muttermilch ist die beste Nahrung für einen Säugling. Wissenschaftlich betrachtet besteht kein Zweifel an dieser Erkenntnis. Und das aus gutem Grund: Stets perfekt temperiert löscht dieses wertvolle „Naturprodukt“ den Durst des Kindes, sättigt zugleich, liefert alle notwendigen Nährstoffe und ist dazu noch hygienisch absolut einwandfrei. Stillen fördert außerdem die Bindung zwischen Mutter und Baby. Hinzu kommt, dass sich die Gebärmutter schneller zurückbildet. Auch das Risiko, an Eierstock- oder Brustkrebs zu erkranken wird durch das Stillen nachweislich reduziert1. Aufgrund der zahlreichen positiven Effekte werden Mütter in den Wochenstationen deutscher Frauenkliniken flächendeckend motiviert, Neugeborene so früh wie möglich, idealerweise noch in der ersten Stunde des Lebens an die Brust anzulegen, um den Stillprozess zu initiieren2. Doch wie hat sich das Stillmanagement während der COVID-19-Pandemie in Deutschland ein Jahr nach Beginn der Pandemie verändert?

Umfrage unter 101 Geburtskliniken zum Stillmanagement in Pandemiezeiten

Dieser Frage sind jetzt Wissenschaftler der Klinik für Geburtsmedizin am Uniklinikum Jena nachgegangen. Gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung Thüringen befragten die Forscher im Januar 2021 im Rahmen einer anonymen Umfrage 101 mitteldeutsche Entbindungskliniken in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Insgesamt übermittelten 37 Kliniken ihre Antworten.

Hausinterne Konzepte für SARS-CoV-2-positive Mütter etabliert

Den Ergebnissen zufolge haben fast alle Kliniken ein eigenes hausinternes Konzept zum
Umgang mit SARS-CoV-2-positiven Müttern etabliert. Die Entlassung der Wöchnerinnen,
sowohl SARS-CoV-2-positiv, als auch SARS-CoV-2-negativ, erfolgte in einem Drittel der
Kliniken (12/37) früher als in der klinikinternen Routine vorgesehen, meist auf Wunsch der
Wöchnerinnen. Nur eine Klinik möchte mit der früheren Entlassung das Infektionsrisiko
minimieren. Analog zu den aktualisierten Empfehlungen der deutschen Fachgesellschaften3, werden in 97 Prozent der befragten Frauenkliniken Mütter auch unter Pandemiebedingungen zum Stillen angeleitet. Auch für SARS-CoV-2-positive Wöchnerinnen wird das Stillen uneingeschränkt empfohlen. „Stillen wird sogar angeraten“, erläutert Prof. Ekkehard Schleußner, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin in Jena, der die Studie4 geleitet hat, mit Verweis auf die internationale wissenschaftliche Datenlage: „Auch wenn die Mutter mit SARS-CoV-2 infiziert ist, profitieren die Kinder von den positiven Effekten der Muttermilch“, ergänzt der Experte für Geburtshilfe.

Fazit: Was das Stillmanagement betrifft, so sind die Empfehlungen der geburtshilflichen
Fachgesellschaften ein Jahr nach Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie in den befragten
Geburtskliniken weit überwiegend umgesetzt worden.

Pressekontakt
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG)
Sara Schönborn I Heiko Hohenhaus I Katja Mader
Tel.: 030 / 514 88 33 33
E-Mail: presse@dggg.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Frau Dr. Zöllkau (janine.zoellkau@med.uni-jena.de)


Weitere Informationen:

https://www.dggg.de/


Anhang

attachment icon Klinisches Stillmanagement in der Pandemie


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
überregional
Forschungsergebnisse
Deutsch


Quelle: IDW