Innere Bilder sollen Traumafolgen abmildern: Projekt „ReScript“ bietet spezielle Psychotherapie für Geflüchtete

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The great god Pan / Der große Gott Pan

The Great God Pan is a horror and fantasy novel by the Welsh writer Arthur Machen. Machen was inspired to write about the Great God Pan through his experiences in the ruins of a pagan temple in Wales. The novel begins with an experiment that allows a woman named Mary to see the supernatural world. This is followed by a report of a series of mysterious events and deaths over many years. But who or what is behind them?
Stephen King described the story as „perhaps the best [horror story] in the English language“.

Der Große Gott Pan ist eine Horror- und Fantasienovelle des walisischen Schriftstellers Arthur Machen. Machen wurde durch seine Erlebnisse in den Ruinen eines heidnischen Tempels in Wales zum Schreiben des Großen Gottes Pan inspiriert. Die Novelle beginnt mit einem Experiment, das einer Frau namens Maria erlaubt, die übernatürliche Welt zu sehen. Es folgt ein Bericht über eine Reihe von mysteriösen Ereignissen und Todesfällen über viele Jahre hinweg. Aber wer oder was steckt dahinter?
Stephen King beschrieb die Geschichte als „vielleicht die beste [Horrorgeschichte] in der englischen Sprache“.

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16.10.2020 13:40

Innere Bilder sollen Traumafolgen abmildern: Projekt „ReScript“ bietet spezielle Psychotherapie für Geflüchtete

Menschen auf der Flucht sind oft vielfach traumatisiert. An der Goethe-Universität wird eine neue Therapiemethode erprobt. Sie setzt auf die Kraft innerer Bilder.

Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind, haben oftmals traumatische Erfahrungen gemacht. Albträume, immer wiederkehrendes inneres Durchleben des Traumas, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Schreckhaftigkeit, Angst und andere intensiv negative Gefühle können die Folge sein. Dies sind Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), für die Betroffenen sind sie mit hohem Leidensdruck verbunden.

Viele geflüchtete Menschen benötigen daher dringend psychotherapeutische Hilfe, wegen hoher Barrieren bleibt diese jedoch oft aus. Ein Projekt, das an der Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität angesiedelt ist, soll den Betroffenen neue Perspektiven geben: Unter dem Namen „Brief Imagery Rescripting for Posttraumatic Stress Disorder in Refugees“ (ReScript) erforscht ein Team unter der Leitung von Apl. Prof. Dr. Regina Steil (Frankfurt), Prof. Thomas Ehring (München) und Prof. Nexhmedin Morina (Münster) die Möglichkeiten einer innovativen Behandlungsform für traumatisierte geflüchtete Menschen. Bei dieser Methode wird die Kraft von inneren Vorstellungsbildern genutzt, die die Patientinnen und Patienten mit Unterstützung der Therapeutin entwickeln, um die Belastung durch die schlimmen Erinnerungen zu senken. Auch die Universität Marburg ist beteiligt (Dr. Cornelia Weise, Dr. Dr. Ricarda Nater-Mewes). Der Erfolg dieses Behandlungsansatzes konnte bereits mehrfach nachgewiesen werden. Die Behandlung wird von den Krankenkassen finanziert und findet ambulant mit insgesamt zehn Terminen à 100 Minuten statt. Bei Bedarf wird sie dolmetschergestützt durchgeführt.

Insgesamt sollen 90 Betroffene in Frankfurt, Marburg, Münster und München in das Projekt aufgenommen werden. Sie werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhält die neue Behandlungsform, die andere Gruppe wird bei der Suche nach Angeboten der Regelversorgung unterstützt. Auf diese Weise erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weitere Gewissheit über die Wirksamkeit der neuen Behandlung zu erhalten.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Forschungsverbünde zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen“ mit rund 1,03 Millionen Euro gefördert. (https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/forschungsverbunde-zur-psychischen-g…)

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden in Frankfurt ab sofort Therapieplätze für Menschen ab 18 Jahren, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet und an einer Traumafolgestörung leiden, angeboten.

Kontakt für Patientinnen und Patienten:
Julia Reuter, M.Sc. Psych.
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie
Goethe-Universität
Telefon: 069 798 25374
E-Mail: rescript@zpt-gu.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Franziska Lechner-Meichsner, Dipl.-Psych.
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie
Goethe-Universität
Telefon: 069 798 23909 (dienstags und donnerstags)
E-Mail: meichsner@psych.uni-frankfurt.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Gesellschaft, Medizin, Politik, Psychologie
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch


Quelle: IDW