Personalsituation in Kitas belastet pädagogisch Tätige und Kinder

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Die Transzendenz der Realität

Der Nobelpreisträger Max Planck war einer der Pioniere der Quantenphysik und deshalb nicht verdächtig einem esoterischen Weltbild anzuhängen. Er vermutete hinter der Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und die Materie zusammenhält, einen bewussten intelligenten Geist. Diesen hielt er für den „Urgrund aller Materie“.
Völlig unerklärlich ist beispielsweise, dass Atome, Elektronen oder Protonen bei bestimmten Untersuchungen überhaupt nichts Materielles mehr an sich haben. Sie scheinen Welleneigenschaft zu besitzen. Einen Hinweis auf den bewussten Geist finden wir in der wissenschaftlichen Interpretation der physikalischen Experimente mit Quanten. Lässt sich Plancks Ansicht aufgrund der in diesem Buch dargelegten neueren Erkenntnisse bestätigen?
Unter Vermeidung fast aller Formeln ist ein allgemeinverständliches abgerundetes Sachbuch entstanden, das seinen Finger auf die offenen Wunden der Wissenschaft legt und überraschende Lösungen auch für die „letzten Dinge“ bereithält.

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25.08.2020 13:15

Personalsituation in Kitas belastet pädagogisch Tätige und Kinder

Die Personalsituation in deutschen Kindertageseinrichtungen (Kitas) belastet das Kita-Personal und die betreuten Kinder. Das zeigen die Ergebnisse des „Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme“ 2020, das in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung realisiert wird. Die Ergebnisse der Studie „Professionelles Handeln im System“, die am Zentrum für pädagogische Berufsgruppen- und Organisationsforschung (ZeBO Hagen) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung umgesetzt wurde, bestätigen diese Befunde.

„Um eine kindgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung leisten zu können, benötigen Kitas dringend mehr pädagogisches Personal“, sagt Prof. Dr. Julia Schütz, Leiterin des Lehrgebiets Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität in Hagen. „Der aktuelle Bedarf zeigt sich in den Belastungen der Erziehenden und der Kinder. Dies gilt insbesondere für stark belastete Kitas.“ Das Berufsfeld verliert weiter an Attraktivität. Somit droht eine Verschärfung des Personalmangels.

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurden im Rahmen des „Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme 2020“ sowie der Studie „Professionelles Handeln im System. Perspektiven pädagogischer Akteurinnen und Akteure auf die Personalsituation in Kindertageseinrichtungen (HiSKiTa)“ die Personalsituation mittels quantitativer und qualitativer Verfahren untersucht. Die aktuellen Zahlen des Ländermonitorings beschreiben die weiterhin unzureichende Personaldecke in Kitas. Durch die HiSKiTA-Studie wurden die resultierenden Auswirkungen mit Blick auf die Kinder, die pädagogisch Tätigen und das pädagogische Handeln untersucht.

Wie viele Kinder werden aktuell in Deutschland betreut? Wie viele KiTas gibt es überhaupt? Und wie hat sich die Anzahl der Fachkräfte entwickelt? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet das Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme 2020.

Gemessen an den Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung für eine kindgerechte Personalausstattung besteht bundesweit noch erheblicher Ausbaubedarf: Für Krippengruppen wird bundesweit ein Personalschlüssel von 1:4,2 festgestellt und für Kindergartengruppen von 1:8,8. Diese Werte überschreiten die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung von einem Personalschlüssel von 1:3 in Krippengruppen und von 1:7,5 in Kindergartengruppen deutlich. Erstmalig wurde im Ländermonitoring auch die Gruppengröße in den Kitas ausgewiesen: Auch hier zeigt sich, dass in vielen Kitas die Gruppengröße nicht den wissenschaftlichen Empfehlungen entspricht.
Dieser Befund wird durch die qualitativen Daten aus der HiSKiTa-Studie belegt. Die Interviews und Gruppendiskussionen mit 128 Tätigen aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung zeigen, wie angespannt die Personalsituation in Kitas ist und welche Belastungen sich hieraus für die Kinder und das pädagogische Personal ergeben.

Zum Beispiel berichten die Befragten, dass sich ihr Fokus durch Personalmangel oft auf die Erfüllung der Aufsichtspflicht reduziert. Entsprechend schwindet der Raum für Bildungsprozesse. Den individuellen Bedürfnissen der Kinder und ihrem Entwicklungsstand kann infolge von Hektik und Druck nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden. „In dieser Situation geraten das einzelne Kind und seine Bedürfnisse schnell aus dem Blick“, fassen Dr. Lena Rosenkranz und Dr. Stefan Klusemann aus dem Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung zusammen.

Neben einer grundsätzlichen Belastung aller Kitas ergeben sich für einige Einrichtungen besonders große Herausforderungen – zum Beispiel aufgrund unbesetzter Stellen und einer hohen Personalfluktuation. In diesen Einrichtungen ist eine kindgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung kaum noch möglich.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Julia Schütz
Lehrgebiet Empirische Bildungsforschung
julia.schuetz@fernuni-hagen.de
http://www.fernuni-hagen.de/bildungswissenschaft/empirische-bildungsforschung


Weitere Informationen:

http://www.laendermonitor.de/de/startseite – Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme
http://www.bertelsmann-stiftung.de/hiskita – Mehr über die HiSKiTa-Studie
http://www.fernuni-hagen.de/zebo – Zentrum für pädagogische Berufsgruppen- und Organisationsforschung (ZeBO Hagen)


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungsergebnisse, Kooperationen
Deutsch


Quelle: IDW