Statement von IfW-Präsident Felbermayr – Corona-Lockdown: Wirtschaftlicher Einbruch im vierten Quartal absehbar

Literature advertisement

Der verborgene Mechanismus des Weltgeschehens

Seit Jahrtausenden ist die Menschheit bestrebt, die Welt, in der sie lebt, erkennen und verstehen zu lernen. Die Erfahrung führt zu einem wachsenden Tatsachenmaterial und die zunehmende Erkenntnis zu einem sich fortwährend verändernden Weltbild.
Jahrzehntelang sind es fast ausschließlich die Biologen gewesen, die sich an die Aufgabe der Aufstellung eines einheitlichen Weltbilds herangewagt haben, Botaniker und Zoologen, Anatomen und Physiologen.
Die exakten Naturforscher haben sich dagegen lange Zeit hindurch nicht recht getraut, an das Weltbild in seiner Gesamtheit heranzutreten; denn für den exakten Aufbau fehlten zu viele, und zwar großenteils gerade die grundlegenden Bausteine. Erst in neuerer Zeit sind die Naturforscher in die Lage gekommen, den Aufbau guten Mutes zu wagen.
Mit diesem Buch liegt nun ein mutiger Beitrag vor. Es ist eine gemeinverständliche Darstellung biotechnischer Systeme der Welt und des verborgenen Mechanismus‘ unseres Weltgeschehens.

Hier geht es weiter …

 



Teilen: 

29.10.2020 10:20

Statement von IfW-Präsident Felbermayr – Corona-Lockdown: Wirtschaftlicher Einbruch im vierten Quartal absehbar

Prof. Gabriel Felbermayr, Präsident des IfW Kiel (https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/gabriel-felbermayr/), kommentiert die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierungen und der Länder zu weiteren Einschränkungen angesichts der Corona-Pandemie.

„Der befristete Teil-Lockdown für den Monat November wird zu deutlichen wirtschaftlichen Einbußen für die deutsche Volkswirtschaft führen. Die Schäden werden aber kleiner ausfallen als in den Monaten März und April. Anders als bisher angenommen, wird vermutlich das Wachstum im vierten Quartal 2020 im Vergleich zum dritten Quartal zum Stillstand kommen; ein Rückgang ist möglich, hängt aber davon ab, ob es zu privater Konsumzurückhaltung kommt.

Die ökonomischen Folgen konzentrieren sich, anders als im Frühjahr, vor allem auf die konsumnahen Bereiche. Die Industrie wird wohl weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Schulen und Kitas bleiben offen. Das bedeutet, dass Arbeitskräfte nicht für die Betreuung von Kindern zu Hause bleiben müssen. Auch das wird die wirtschaftlichen Schäden eingrenzen.

Für Restaurants, die Tourismus-, die Kultur- und die Veranstaltungsbranche erfolgt eine Totalabschaltung. Viele Unternehmen sind schon durch die ersten Monate der Pandemie massiv geschwächt. Viele werden nur überleben, wenn ihnen nicht nur durch Kredite, sondern durch den Ersatz von Umsatz – oder besser der Betriebsüberschüsse – geholfen wird. Der Staat hat immer noch Möglichkeiten, großzügig zu unterstützen, und er sollte dies jetzt auch tun. Die Signale, 75% der Umsatzverluste zu ersetzen, gehen in die richtige Richtung. Hier muss ein fairer Ausgleich stattfinden, damit nicht einzelne Branchen und ihre Beschäftigten die volkswirtschaftlichen Kosten der Eindämmung der Pandemie tragen, während andere ohne Einbußen davonkommen.

Der Einzel- und Großhandel bleibt offen. Hier wird es aber stark darauf ankommen, ob es zu privater Kaufzurückhaltung aus Angst vor Ansteckung kommt. Der Lebensmitteleinzelhandel könnte dagegen von der ausfallenden Wertschöpfung in der Gastronomie abermals profitieren.“

Medienansprechpartner:
Mathias Rauck
Pressesprecher
T +49 431 8814-411
mathias.rauck@ifw-kiel.de

Institut für Weltwirtschaft
Kiellinie 66 | 24105 Kiel
T +49 (431) 8814-774
F +49 (431) 8814-500

www.ifw-kiel.de


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Gabriel Felbermayr Ph.D.
Präsident
T+49 431 8814-236
gabriel.felbermayr@ifw-kiel.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch


Quelle: IDW